Foundations of Social Theory
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Foundations of Social Theory |
| Autor(en): | James S. Coleman |
| Originaltitel: | Foundations of Social Theory |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1990 |
| Schlagwörter: | Handlung, Rationalität, Kapital, Vertrauen |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Harvard University Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 993 Seiten |
| ISBN: | 9780674312258 |
| Verweise | |
Foundations of Social Theory ist die 1990 erschienene Summe James S. Colemans, das späte Organon einer amerikanischen Soziologie, die Handeln als Wahl unter Bedingungen denkt und Gesellschaft aus dem Zusammenspiel dieser Wahlen baut. Coleman will die große Theorie zurück, die Mills verwarf und Parsons jargonisierte, diesmal mit der Härte der Entscheidung: Vertrauen, soziales Kapital, die Firma, die Verfassung als Tausch. Das Buch hat dem Fach das Vokabular gegeben, mit dem die neunziger Jahre Gesellschaft als Vertrag lasen.
Inhalt
Coleman geht vom einzelnen Akteur aus, der Nutzen sucht, und fragt, wie aus solchen Akteuren Institutionen entstehen, die sie binden. Soziales Kapital ist die Ressource, die in Beziehungen liegt: Vertrauen, Information, die Norm, die man nicht kaufen kann. Die moderne Gesellschaft ersetzt den ursprünglichen sozialen Kapitalstock der Familie durch konstruierte Organisationen – Schule, Behörde, Betrieb – und zahlt dafür einen Preis, den Coleman misst, nicht nur beklagt. Gegen Parsons’ System, das von oben integriert, setzt er den Bau von unten. Gegen Gans’ Ethnographie setzt er das Modell, das sich rechnen lässt.
Der Band ist ein Wälzer, schulmäßig, voller Diagramme. Die Gefahr ist der ökonomische Imperialismus, der alles zur Wahl macht. Coleman weiß das und besteht darauf, dass Soziologie ohne Handlung leer und ohne Aggregation blind ist. Mills hätte die Phantasie gegen diese Fundamente gesetzt; Coleman setzt die Fundamente gegen die Phantasie, die nicht prüft. Die Bildungssoziologie, die Coleman schon in den sechziger Jahren mit dem Bericht über Ungleichheit geprägt hatte, bleibt im Hintergrund: Schule als Organisation, die Kapital ungleich weitergibt.
Die Kritik hat ihn für kalt, für zu amerikanisch, für zu nah an der Betriebsführung gehalten. Wer nur das soziale Kapital sucht, findet es hier strenger als in den Feuilletons, die das Wort später weichspülten. Wer nur die Kälte sucht, unterschlägt, dass Coleman Familie und Vertrauen für nicht ersetzbar hielt – eine konservative Pointe im rationalen Gewand. Das Buch schließt das amerikanische Jahrhundert der Soziologie: vom System über die Phantasie, das Theater, die Stadt, die Diagnose zur Rechnung, die wieder Theorie sein will.
Einordnung
Coleman hat der amerikanischen Soziologie die Fundamente nach Parsons gegeben, ohne das Jargon-Haus zu wiederholen. Neben Merton, Mills und Bell steht dieser Band als die Behauptung, dass Gesellschaft sich aus Handlungen bauen lässt, die man modelliert. Die Wirkung liegt in der Wirtschaftssoziologie, in der Bildungsforschung, in jeder Rede vom sozialen Kapital. Wer nach 1990 Vertrauen sagt und Ressource meint, spricht Coleman. Die Rechnung hat das Gewebe nicht ersetzt; sie hat es benennbar gemacht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
