Fahles Feuer
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Fahles Feuer |
| Autor(en): | Vladimir Nabokov |
| Originaltitel: | Pale Fire |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1962 |
| Schlagwörter: | Gedicht und Kommentar, unzuverlässiger Erzähler, Exil, Wahn |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 601 Seiten |
| ISBN: | 9783498046484 |
| Verweise | |
Fahles Feuer ist der Roman von Vladimir Nabokov, 1962 erschienen. Er ist als Ausgabe eines Gedichts mit Kommentar getarnt und einer der kühnsten Formscherze der Moderne.
Inhalt
Das Buch besteht aus einem Vorwort, einem Gedicht in 999 Zeilen des (fiktiven) Dichters John Shade und einem ausufernden Kommentar samt Register, verfasst von seinem Nachbarn und selbsternannten Herausgeber Charles Kinbote. Shades Gedicht handelt vom Tod seiner Tochter und vom Rätsel des Jenseits.
Kinbotes Kommentar aber redet von etwas ganz anderem: Er behauptet, in Wahrheit der entthronte König Karl der Geliebte des fernen Landes Zembla zu sein, und liest in jede Zeile des Gedichts seine eigene Fluchtgeschichte hinein. Ein Attentäter, der den König sucht, habe versehentlich Shade erschossen. Ob Zembla, König und Mörder Wahn sind, lässt der Text offen; der Kommentar frisst das Gedicht auf.
Einordnung
Nabokov hat die Form der wissenschaftlichen Ausgabe zum Roman gemacht: Der Leser muss zwischen Gedicht und Anmerkungen hin- und herblättern und wird so zum Ermittler eines Wahns. Kinbote ist der unzuverlässige Erzähler in Reinkultur; sein Kommentar sagt mehr über ihn als über Shade. Das Buch ist ein Spiel über das Lesen, das Deuten und die Einsamkeit des Exils. Da Nabokov 1977 starb, steht das Werk hier ohne wörtliches Zitat. Neben Lolita gilt Fahles Feuer als das kühlere, kunstvollere seiner Bücher.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Zehn Romane über das Lesen (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 4.8, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
