Eine Frage der Macht
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Eine Frage der Macht |
| Autor(en): | Bessie Head |
| Originaltitel: | A Question of Power |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1973 |
| Schlagwörter: | Botswana, Wahnsinn, Rassentrennung, Dorf |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 224 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Eine Frage der Macht ist der 1973 erschienene Roman von Bessie Head, in dem die südafrikanische Exilantin Elizabeth in einem Dorf in Botswana die Nacht der Stimmen durchsteht. Sello und Dan, zwei Männer, die wirklich im Dorf leben und als Traumgestalten in sie eindringen, führen einen Kampf um ihre Seele; Rassentrennung, Sexualität, Gott und Dunghaufen geraten in denselben Fieberzustand. Head, in Pietermaritzburg als Kind einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters geboren, hat das eigene psychiatrische Zerbrechen in Prosa übersetzt, ohne es zur Fallgeschichte zu machen. Die deutsche Übersetzung erschien bei Suhrkamp. Das Buch ist ihr härtestes; neben den Dorfchroniken bleibt es das innere.
Inhalt
Elizabeth kommt mit dem kleinen Sohn nach Motabeng, arbeitet im Gartenbauprojekt, will ruhig leben. Die Ruhe kommt nicht. Sello erscheint als Mönch, als Heiliger, als Ankläger; Dan als Verführer mit einem Harem, als Macht, die sie zum Kot und zur Schande rechnet. Die Stimmen nennen sie Mischling, Unrat, Frau. Head schreibt die Halluzination so fest, dass das Dorf daneben weitergeht: die Genossenschaft, Tom, die Gemüsebeete, die botswanischen Nachbarn, die den Wahnsinn nicht teilen und ihn auch nicht wegdiskutieren. Elizabeth wird in die Klinik gebracht, kehrt zurück, versucht, den Tag zu halten.
Die Macht des Titels ist nicht nur die Apartheid, aus der Elizabeth geflohen ist. Sie ist die Verfügung über den anderen Körper, die Dan als Sex und Sello als Moral ausüben. Head lässt offen, was außen und innen ist. Die rassistische Beleidigung, die Elizabeth in Südafrika gehört hat, wiederholt sich im Kopf als Kosmos. Gleichzeitig bleibt das Dorf real: Leute, die Gemüse ziehen, eine Nation, die nicht Südafrika ist, eine Arbeit, die heilt, wenn die Nacht es zulässt. Der Sohn Shorty ist der Grund, nicht aufzugeben.
Am Ende gewinnt nicht Dan. Elizabeth entscheidet sich für die gewöhnliche Güte, für den Garten, für das Leben unter Leuten, die sie nicht verstehen und ihr trotzdem Platz lassen. Das ist kein versöhnlicher Schluss der Krankheit. Es ist eine politische These in Gestalt einer Genesung: Macht ist die Frage, wem das Innere gehört. Wer das Buch nur als Bericht aus der Anstalt liest, unterschlägt Botswana. Wer es nur als Apartheidallegorie liest, unterschlägt Dan. Head hat das Wagnis auf sich genommen, den Wahnsinn nicht zu ästhetisieren und ihn nicht zu verstecken.
Einordnung
Neben Nadine Gordimer und J. M. Coetzee steht Head als die dritte südafrikanische Stimme, die nicht im Land blieb und deshalb das Dorf der Nachbarn schreiben konnte. Eine Frage der Macht ist unbequemer als ihre Dorfgeschichten Wenn Regenwolken sammeln und Eine Frau pflügt. Die feministische und die postkoloniale Lektüre haben das Buch beansprucht; es bleibt störrisch, weil es Gott, Kot und Rasse in einem Satz lässt. Wer nach Head über Exil und Psyche spricht, spricht hinter Elizabeth. Wer nur die Biographie meint, hat den Garten nicht gesehen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.