Ein säkulares Zeitalter

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Ein säkulares Zeitalter
Autor(en): Charles Taylor
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 2007
Seitenanzahl: 1297 Seiten
Originaltitel: A Secular Age
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3518585347
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518585344
Schlagwörter: Säkularität, Glaube, Fülle, Moderne
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Ein säkulares Zeitalter (englisch A Secular Age) ist das 2007 erschienene Hauptwerk von Charles Taylor. Säkularität heißt nicht, dass der Glaube abgezogen wurde und die Wissenschaft übrigblieb – sie heißt, dass der Glaube eine Option unter anderen geworden ist, wo er um 1500 noch der selbstverständliche Rahmen war.

Inhalt

Taylor erzählt die nordatlantische Christenheit von der reformatorischen Intensivierung bis zur Gegenwart. Drei Bedeutungen von Säkularität: die Trennung der öffentlichen Räume vom Bekenntnis; der Rückgang der Praxis; und die entscheidende, die Veränderung der Bedingungen des Glaubens. Das gepufferte Ich tritt an die Stelle des durchlässigen, das Geister und Gnade einließen. Ein immanenter Rahmen schließt die Welt: Sinn, Moral, Fülle scheinen innerhalb des Menschlichen erreichbar. Fülle – das Wort für das, woran ein Leben sich ausrichtet – bleibt; ihre Adresse verschiebt sich.

Die Subtraktionsgeschichten, nach denen Wissenschaft die Religion einfach verdrängt, hält Taylor für falsch. Die Reform selbst, die Disziplin der Innerlichkeit, der Deismus, die Menschenrechte, die romantische Kunst: Sie haben das Säkulare mitgebaut. Heute stehen Gläubige und Ungläubige in demselben Rahmen und spüren beide ein Unbehagen – die einen die Flachheit, die anderen den Druck der Transzendenz, die nicht mehr selbstverständlich ist. Der Schluss ist keine Rückkehrpredigt; er ist eine Phänomenologie der Lage.

Der Ton ist erzählend, geduldig, von einer Länge, die selbst These ist: Mentalität ändert sich nicht in einem Kapitel. Taylor schreibt als Philosoph, der Christ ist, ohne den Leser zu missionieren. Wer eine Kampfschrift gegen den Atheismus sucht, findet Geschichte; wer nur Geschichte sucht, findet die Behauptung, dass der Unglaube ebenso geformt ist wie der Glaube.

Einordnung

Neben Max Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus ist dies der große Versuch, die Moderne nicht als bloßen Verlust des Heiligen zu lesen, sondern als Umbau der Weltbeziehung. Hartmut Rosa hat bei Taylor promoviert; Resonanz übersetzt die Frage nach der Fülle in die nach der antwortenden Welt. Alasdair MacIntyres Der Verlust der Tugend klagt den Traditionsbruch schärfer ein. Die Kritik nennt das Buch zu christlich-westlich, zu milde gegen die Gewalt der Säkularisierung, zu lang, eine Nostalgie, die sich als Genealogie gibt. Geblieben ist die Unterscheidung: nicht ob Gott existiert, sondern unter welchen Bedingungen man an ihn glauben oder nicht glauben kann.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.