Ein Tag des Iwan Denissowitsch
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Ein Tag des Iwan Denissowitsch |
| Autor(en): | Alexander Solschenizyn |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | dtv |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1962 |
| Seitenanzahl: | 160 Seiten |
| Originaltitel: | Один день Ивана Денисовича |
| Originalsprache: | russisch |
| ISBN-10: | 3423142677 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783423142670 |
| Schlagwörter: | Lager, Stalin, Alltag, Überleben |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Ein Tag des Iwan Denissowitsch (russisch Один день Ивана Денисовича) ist der 1962 in der Zeitschrift Nowy Mir erschienene Kurzroman von Alexander Solschenizyn. Er beschreibt einen einzigen Januartag 1951 im sowjetischen Lager – und damit das System.
Inhalt
Iwan Denissowitsch Schuchow, Häftling S 854, ehemaliger Zimmermann, wacht um fünf Uhr in der Baracke auf, hat Fieber und geht trotzdem zur Arbeit, weil Krankmeldung den Tag verderben kann. Der Anklage nach sitzt er wegen Landesverrats: Er war in deutscher Gefangenschaft und hat unterschrieben, was man ihm vorlegte. Der Auftrag des Geheimdienstes, den er ausgeführt haben soll, existiert nicht.
Der Tag hat eine genaue Ökonomie. Schuhow spart Brot, handelt um eine Extra-Ration Brei, mauert in der Kälte eine Wand so, dass die Brigade den Soll erfüllt, versteckt eine Kelle, schleicht Tabak. Der Brigadier Tjurin schützt die Seinen, wo er kann; der Kapo, der Cäsar mit den Paketen von draußen, der Baptisten Aljoschka, der ehemalige Marineoffizier – jeder hat eine Technik des Überlebens. Am Abend ist Schuhow nicht in den Karzer gekommen, hat extra Brei bekommen, nicht krank gefeiert. Er schläft ein und nennt es einen fast glücklichen Tag.
Solschenizyn erzählt ohne Klage, in der Sprache des Häftlings, mit der Kälte als Hauptfigur. Ein Tag, nicht die Summe der Jahre. Gerade deshalb reicht der Text, um das Lager als Alltag kenntlich zu machen, nicht als Ausnahme.
Einordnung
Chruschtschow ließ den Vorabdruck persönlich zu; das Buch wurde zum Tauwetter-Ereignis und machte den Autor weltbekannt. 1970 erhielt Solschenizyn den Nobelpreis, 1974 wurde er ausgewiesen. Der Archipel GULAG hat später das System im Ganzen dokumentiert; dieser eine Tag bleibt das Kunstwerk, an dem Millionen Leser zuerst begriffen, was das Lager mit einem Zimmermann macht. Neben Primo Levis Ist das ein Mensch ist es das knappe, genaue Buch der Lagerliteratur.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.