Ein Porträt des Künstlers als junger Mann
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Ein Porträt des Künstlers als junger Mann |
| Autor(en): | James Joyce |
| Originaltitel: | A Portrait of the Artist as a Young Man |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1916 |
| Schlagwörter: | Dublin, Berufung, Kirche, Sprache |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 320 Seiten |
| ISBN: | 9783518222645 |
| Verweise | |
Ein Porträt des Künstlers als junger Mann ist der Roman von James Joyce, 1916 in New York erschienen, nach der Zeitschriftenfassung in der Egoist. Stephen Dedalus wächst in Dublin auf, zwischen Kanzel, Familie, Schule und dem Entschluss, Künstler zu werden und zu gehen. Der Band ist die Vorgeschichte zu Ulysses: derselbe junge Mann, der später an einem einzigen Tag durch die Stadt läuft. Die deutsche Standardübersetzung hat lange Georg Goyert, später andere Hände; der Seitentitel folgt dem gebräuchlichen Deutschen.
Inhalt
Das Kind Stephen hört die Sprache, bevor es die Welt versteht: nass, warm, das Lied des Vaters, die Strafe. Clongowes Wood, das Internat, der Sturz in den Graben, das Unrecht eines Strafpredigers, die Weihnachtsgans, an der sich Parnell und die Priester scheiden. Joyce schreibt das Bewusstsein in der Stufe, in der es jeweils ist: kindlich, dann schulisch, dann schwülstig, dann scharf. Die Familie Dedalus verarmt, die Umzüge häufen sich, der Vater redet, die Mutter glaubt.
Die Jugend bringt die Sünde, wie die Kirche sie nennt: die Bordelle, die Beichte, die Exerzitien, in denen die Hölle so genau beschrieben wird, dass Stephen fast Priester wird. Er tritt zurück. Die Universität, die ästhetischen Gespräche, das Thomistische als Werkzeug, nicht als Glauben. Emma, das Mädchen, bleibt ferne Gestalt; die Freundschaft mit Cranly wird zum letzten Beichtstuhl. Stephen formuliert die Berufung: silence, exile, cunning – Schweigen, Exil, List. Der Satz fällt englisch, weil er Programm ist; im Deutschen muss er erklärt werden, nicht als Schmuck stehen.
Das Tagebuch der letzten Seiten löst den erzählten Ton auf. Stephen sieht die Mädchen im Wasser, den Traum von der Kunst, und bereitet die Abreise. Irland ist die Sau, die ihre Ferkel frisst – so die Polemik; die Zärtlichkeit für die Stadt bleibt. Wer nur den Künstlerroman sucht, unterschlägt die Kanzel. Wer nur den Bruch mit der Kirche sucht, unterschlägt, dass die Prosa die Liturgie behalten hat, um sie umzudrehen.
Einordnung
Joyce hat den Bildungsroman auf die Sprache umgestellt. Nicht was Stephen tut, sondern in welchem Satz er denkt, ist die Entwicklung. Ulysses setzt denselben Mann in den 16. Juni 1904; dieses Porträt erklärt, warum er nicht Priester wurde und warum er nicht aufhört, katholisch zu klingen. Neben Proust und Woolf steht die frühe Moderne, die das Kind als Stil schreibt, nicht als Anekdote.
Man hat den Band zur bloßen Vorstufe gemacht. Er ist härter und geschlossener als der Ruhm des späteren Buchs vermuten lässt. Wer nur Dedalus in der Bibliothek des Ulysses sucht, hat die Exerzitien nicht gelesen. Wer nur die Künstlerlegende sucht, unterschlägt die Armut der Dedalus. Suhrkamp hat den Text im Werkzusammenhang gehalten; er trägt allein.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
