Draußen vor der Tür
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Draußen vor der Tür |
| Autor(en): | Wolfgang Borchert |
| Originaltitel: | Draußen vor der Tür |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1947 |
| Schlagwörter: | Heimkehrer, Elbe, Krieg, Tür |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 99 Seiten |
| ISBN: | 9783150144121 |
| Verweise | |
Draußen vor der Tür ist das Stück von Wolfgang Borchert, 1946 als Hörspiel geschrieben, 1947 in Hamburg uraufgeführt, am Tag nach dem Tod des Autors. Ein Unteroffizier steigt aus der Elbe und findet hinter jeder Tür denselben Krieg, nur ohne Uniform.
Inhalt
Beckmann kommt aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause, mit einer gasmaskenähnlichen Brille und einem lahmen Bein, und findet die Frau mit einem anderen Mann, die Eltern tot, die Stadt taub. Er geht in die Elbe; der Strom will ihn nicht. Ein Mann, der sich den Anderen nennt, zieht ihn ans Ufer und bleibt bei ihm, ein zudringlicher Begleiter, der das Leben will, während Beckmann es losgeworden wäre. Borchert gibt diesem Anderen keine Amtsbezeichnung: Er ist Gewissen, Überlebenswille, vielleicht Gott in Zivil. Beckmann geht trotzdem weiter, weil das Stück ihn nicht ertränken lässt, bevor er die Verantwortlichen gesehen hat.
Er sucht den Oberst, dem er die Verantwortung für die Toten abtreten will, und trifft einen wohlhabenden Mann, der den Krieg als erledigt betrachtet und den Unteroffizier als peinliche Erinnerung. Er sucht den Kabarettdirektor, der aus dem Leiden eine Nummer machen soll, und bekommt den Rat, weniger wahr und mehr unterhaltsam zu sein. Ein Mädchen nimmt ihn mit, dessen Mann nicht zurückkam; als der Mann doch in der Tür steht, einbeinig wie Beckmann, ist auch diese Stube zu. Die Frau des Oberst, der Gott als hilfloser Greis, der Beerdigungsunternehmer: Jede Station weist ihn ab, höflich oder grob, und jede hat den Krieg schon in Ordnung gebracht, indem sie ihn nicht mehr nennt.
Am Ende steht Beckmann wieder vor der Tür, der Andere schweigt oder ist nicht mehr da, und die Frage, wer antwortet, fällt ins Parkett. Das Stück will, so der Untertitel, kein Theater spielen und kein Publikum sehen: Es spielt trotzdem, weil die Wohnungen 1947 voll waren von Leuten, die Beckmann nicht einlassen wollten. Borchert diktierte die Szenen im Krankenbett; die Hamburger Bühne zeigte sie, als der Autor schon tot war. Der Heimkehrer bleibt draußen, nicht weil niemand zu Hause wäre, sondern weil innen der Frieden schon wieder als Möbel steht.
Einordnung
Borchert hat dem Trümmerjahr die Figur gegeben, an der sich zeigte, dass die Stunde Null eine Wohnungstür war. Gegen Woyzeck ist Beckmann der Geringste nach einem anderen Krieg: nicht mehr Soldat im Frieden des Hauptmanns, sondern Soldat im Frieden derer, die den Hauptmann schon vergessen haben. Gegen Warten auf Godot wartet hier niemand auf einen Dritten; der Dritte ist draußen und klopft. Die Schulen haben das Stück zur Pflicht gemacht, oft als Mahnung, selten als die Kälte, die es ist. Wer nach 1947 einen Heimkehrer an die Rampe stellt, damit das Parkett die eigene Tür prüft, spricht hinter Borchert.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
