Die verspielte Freiheit
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die verspielte Freiheit |
| Autor(en): | Hans Mommsen
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1989 |
| Schlagwörter: | Weimar, Eliten, Republik, Untergang |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Propyläen |
| Serie: | Propyläen-Geschichte Deutschlands |
| Umfang dieser Ausgabe: | 630 Seiten |
| ISBN: | 9783549058185 |
| Verweise | |
Die verspielte Freiheit. Der Weg der Republik von Weimar in den Untergang 1918–1933 ist die 1989 in der Propyläen-Geschichte Deutschlands erschienene Darstellung von Hans Mommsen. Sie erzählt Weimar nicht als bloße Vorgeschichte Hitlers, sondern als Republik, deren Eliten die Freiheit verspielten.
Inhalt
Mommsen setzt 1918 ernst: Revolution, Verfassung, die Last des Krieges, eine Demokratie, die Feinde rechts und links hat und Verbündete, die sie nicht wollen. Der Untergang ist kumulativ: Präsidialkabinette, Notverordnungen, die Zerlegung des Parlaments, das Spiel der Konservativen mit einer Bewegung, die sie für zähmbar halten. Hitler erscheint als Nutznießer einer Zerstörung, die andere begonnen haben, nicht als alleiniger Autor. Das ist Funktionsgeschichte als Erzählung eines Jahrzehnts. Gegen Bracher setzt Mommsen mehr Struktur und länger zurückreichende Verantwortung der Eliten. Gegen die Dolchstoßlegende setzt er das Versagen derer, die die Republik tragen sollten.
Das Buch ist ein Handbuchband und doch eine These. Verspielt ist die Freiheit, weil sie da war. Kritik hat die relative Schwäche der Hitler-Intention, die Härte gegen die Konservativen, die Länge der Vorgeschichte genannt. Der Historikerstreit liegt nah: Mommsen gegen Noltes Vergleich, der die Tat relativiert. 1989, im Jahr der anderen Freiheit, erscheint ein Buch über die verspielte. Die Gleichzeitigkeit ist Zufall und Pointe. Wer nur 1933 will, hat 1918 übersprungen. Wer nur 1918 will, unterschlägt die Radikalisierung, die Mommsen später für das Regime beschrieben hat.
Die Wirkung liegt in der Weimar-Forschung, in der Lehre, in einer Generation, die Demokratie als gefährdeten Zustand las, nicht als Natur der Deutschen. Die Alltagsgeschichte hat den Shopfloor nachgetragen; Mommsen bleibt bei Parteien, Ämtern, Eliten. Wer nach diesem Band nur Funktionalismus sagt, hat die Erzählung nicht gelesen, in der Freiheit verspielt wird, nicht nur verwaltet.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt Weimar eine Ouvertüre. In Geschichtswissenschaft: Deutschland steht es neben Bracher und Lüdtke: verspielte Freiheit gegen Diktaturhandbuch, Eliten gegen Eigen-Sinn. Wer nur 1933 als Machtergreifung kennt, hat den Weg nicht gelesen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
