Die postmigrantische Gesellschaft
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die postmigrantische Gesellschaft |
| Autor(en): | Naika Foroutan
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2019 |
| Schlagwörter: | Einwanderung, Nation, Anerkennung, Pluralität |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | edition suhrkamp |
| Umfang dieser Ausgabe: | 280 Seiten |
| ISBN: | 9783518127447 |
| Verweise | |
Die postmigrantische Gesellschaft. Ein Versprechen der pluralen Demokratie erschien 2019 bei Suhrkamp. Naika Foroutan behauptet, Deutschland sei nicht mehr vor der Einwanderung, sondern nach ihr: Die Frage sei nicht, ob Zuwanderung stattfinde, sondern wie Zugehörigkeit nach ihr geregelt werde. Das Buch ist Soziologie der Nation, die sich selbst noch nicht erzählt hat.
Inhalt
Foroutan beschreibt Kämpfe um Anerkennung, in denen Einwanderer und ihre Kinder nicht mehr um Erlaubnis bitten, da zu sein, sondern um gleiche Deutung der Geschichte, der Schule, der Öffentlichkeit. Postmigrantisch heißt nicht, dass Migration vorbei sei; es heißt, dass die Gesellschaft durch sie hindurchgegangen ist und die Konflikte nun innen liegen. Parallelgesellschaft, Leitkultur, Umvolkung – die Gegenworte werden als Abwehr einer schon eingetretenen Pluralität gelesen. Der Ton ist begrifflich, mit empirischen Bezügen aus Berlin und der Bundesrepublik.
Die These trifft die Mitte, die Vielfalt feiert und Zugehörigkeit ethnisch denkt. Unsicher bleibt, wie weit das Versprechen der pluralen Demokratie trägt, wo Mehrheiten anders stimmen. Kritik nannte Normativität, Unterschätzung von Klasse, zu viel Berlin. Foroutan hält am Begriff fest, weil ohne ihn Migration ewig Ausnahme bleibt. Die Stärke ist die Verschiebung der Zeit: nicht Integration in eine fertige Nation, sondern Nation nach der Einwanderung.
Wer nur Harmonie sucht, findet Kampf. Wer nur Kampf sucht, findet das Versprechen, das der Untertitel setzt. Beides ist ernst. Das Buch gehört neben El-Mafaalanis Paradox, das Gelingen als Streit liest, und neben Czollek, der die Bühne der Integration verweigert.
Einordnung
Foroutan hat Seminaren und Stiftungen ein Wort gegeben, unter dem die Bundesrepublik nach 2015 anders sprach. Wer noch »Gastarbeiter« als Gegenwart denkt, hat den Band nicht gelesen. Wer nur den Begriff sammelt, unterschlägt die Konflikte, die er benennt. Soziologie heißt hier: die Nation nach ihrer Einwanderung beschreiben, ohne so zu tun, als wäre die Beschreibung schon der Frieden.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
