Die neue Wohnung
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die neue Wohnung |
| Autor(en): | Bruno Taut
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1924 |
| Schlagwörter: | Wohnung, Alltag, Frau, Reform |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kunstgeschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Gebr. Mann
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| Umfang dieser Ausgabe: | 162 Seiten |
| ISBN: | 9783786123620 |
| Verweise | |
Die neue Wohnung. Die Frau als Schöpferin ist das 1924 erschienene Buch von Bruno Taut. Der Nachdruck bei Gebr. Mann folgt der erweiterten fünften Auflage von 1928. Es holt die architektonische Moderne aus der Stadtkrone in den Haushalt und erklärt die Frau zur Autorin des Wohnens.
Inhalt
Taut schreibt im November 1923, im Jahr von Le Corbusiers Ausblick, ein populäres Buch über den Tag. Plüsch, Kitsch, die überladenen Zimmer der Vorkriegswohnung erscheinen als Arbeit, die erstickt: Putzen, Ordnen, das Leben unter Stoffbergen. Die neue Wohnung soll leer, hell, klug geschnitten sein, nicht aus Armut, sondern damit höhere Bedürfnisse Raum finden. Die Küche steht im Mittelpunkt einer Rationalisierung, die den Haushalt als Werkstatt denkt. Taut spricht der Frau schöpferische Leistung auf einem Feld zu, das den Männern als Architektur vorbehalten schien – und bindet diese Autorschaft zugleich an denselben Haushalt, den sie erleichtern soll. Das ist die historische Grenze des Buches und seine Schärfe: Reform des Alltags, nicht nur des Stadtgrundrisses.
Das Bändchen wurde Tauts erfolgreichste Schrift, in fünf Auflagen 26 000 Exemplare bis 1928, näher am Leser als die visionären Bücher von 1919 und 1920. Abbildungen zeigen leere Stuben, durchdachte Grundrisse, Geräte. Der Ton ist werbend, fast hausväterlich aufklärerisch, ohne die Kristallsprache der Stadtkrone. Gegen Le Corbusiers Maschine zum Wohnen, die den Menschen als Typus mit Funktionen nimmt, setzt Taut die Bewohnerin, die den Tag kennt. Die Hufeisensiedlung in Britz hat später gezeigt, was aus dieser Haltung werden konnte, wenn sie gebaut wurde: Licht, Farbe, der Hof, der nicht nur Hygiene war.
Die Gegenposition liegt bei einer späteren Kritik, die in der leeren Wohnung die Kälte der Moderne erkennt; bei Jacobs, für die das Leben auf der Straße zählt, nicht die entschlackte Stube; bei Jappe, für den dieselbe Entschlackung den Weg in den Beton bahnt. Taut wollte Entlastung, nicht Monotonie. Wer nur Glas und Farbe bei ihm sucht, hat dieses Haushaltsbuch nicht gelesen. Wer nur die Hausfrau als Zuschreibung rügt, unterschlägt, dass 1924 die Anerkennung der schöpferischen Arbeit im Innern eine Verschiebung war – und dass die Verschiebung die Ordnung nicht sprengte. Beides gehört in denselben Absatz, sonst wird aus Reform entweder Idol oder Sünde.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt die Moderne der zwanziger Jahre ein Streit der Fassaden. In Die gebaute Gesellschaft steht es nach Le Corbusiers Evangelium als die Probe, ob die neue Architektur den Abwasch meint oder nur den Plan. Neben der Hufeisensiedlung und neben Ausblick auf eine Architektur ist dies der Band, in dem die Gesellschaft sich in der Küche bauen sollte.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die gebaute Gesellschaft (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
