Die deutsche Diktatur

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die deutsche Diktatur
Autor(en): Karl Dietrich Bracher
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Serie:
Erscheinungsjahr: 1969
Seitenanzahl: 580 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3462023061
ISBN-13/

EAN-Code:

9783462023060
Schlagwörter: Nationalsozialismus, Weimar, Totalitarismus, Demokratie
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen
Umschlag

Die deutsche Diktatur. Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus ist die 1969 bei Kiepenheuer & Witsch erschienene Darstellung von Karl Dietrich Bracher. Sie liest 1933 als Zerstörung einer Demokratie, die sich selbst zur Verfügung stellte, nicht als Naturereignis eines Volkes.

Inhalt

Bracher führt von der Auflösung Weimars in die Herrschaft, die Legalität benutzt, um Legalität aufzuheben. Parteien, Eliten, der Mythos der nationalen Erhebung, die Unterschätzung Hitlers durch jene, die ihn zähmen wollten: die Diktatur entsteht im offenen Feld, nicht hinter dem Rücken der Republik. Der Band ist Politikwissenschaft als Geschichte, klar, lehrbuchfähig, öffentlich. Gegen die bloße Biographie setzt er Institutionen; gegen die bloße Wirtschaft setzt er Ideologie und Entscheidung. Totalitarismus ist der Rahmen, in dem Nationalsozialismus und Stalinismus vergleichbar werden, ohne identisch zu sein. Folgen reichen in die Bundesrepublik, die aus dem Scheitern lernen soll, ohne sich als heile Umkehrung zu missverstehen.

Das Buch kam, als die 68er den Vätern den Faschismus vorhielten und die Zunft noch um Begriffe stritt. Bracher liefert eine Summe, die Schule und Publikum brauchen konnten. Kritik hat den Totalitarismusbegriff für zu starr, den Vergleich für zu glatt, die Intention Hitlers für zu zentral gehalten – Einwände, die Mommsen und Broszat anders gewichtet haben. Die Stärke ist die Lesbarkeit der Verantwortung: 1933 war möglich, weil demokratische Akteure mitwirkten oder wegsahen. Wer nur den Dämon will, hat Bracher gegen sich. Wer nur die Struktur will, unterschlägt die Seiten, auf denen Entscheidungen fallen.

Die Wirkung liegt in der politischen Bildung der Republik, in Seminaren, in einer Sprache, die Diktatur erklärt, ohne sie zu dämonisieren oder zu entlasten. Spätere Forschung hat Alltagsgeschichte, Täterforschung, Ökonomie nachgetragen. Das Handbuch bleibt der Ort, an dem eine Generation den Nationalsozialismus als Lehrstück der Demokratiezerstörung las. Wer nach Bracher nur Weimar sagt, hat die Diktatur nicht gelesen, die daraus gemacht wurde.

Einordnung

Ohne dieses Buch bleibt die deutsche Geschichtswissenschaft der Republik ohne ihr politikwissenschaftliches Handbuch. In Geschichtswissenschaft: Deutschland steht es neben Wehler und Broszat: Demokratiezerstörung gegen Sonderweg, Entscheidung gegen Polykratie. Wer nur Hitler-Biographien kennt, hat 1969 übersprungen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.