Die Zimtläden
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Zimtläden |
| Autor(en): | Bruno Schulz |
| Originaltitel: | Sklepy cynamonowe |
| Originalsprache: | polnisch |
| Erstveröffentlichung: | 1934 |
| Schlagwörter: | Provinz, Vater, Traum, Laden |
| Sachgebiete: | Erzählung |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Fischer Taschenbuch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 176 Seiten |
| ISBN: | 9783596271245 |
| Verweise | |
Die Zimtläden sind der Erzählband von Bruno Schulz, 1934 in Warschau erschienen. Drohobycz, die galizische Erdölstadt, wird zum Kosmos aus Vater, Stoffresten, Jahreszeiten und Angst. Schulz hat die Provinz nicht verlassen, er hat sie verdichtet, bis die Gasse unendlich war. 1942 erschoss ein Gestapo-Mann den Zeichner auf offener Straße; das Buch ist ohne diese Tat nicht zu lesen, und es ist größer als das Märtyrertum.
Inhalt
Ein Junge geht durch die Stadt seiner Kindheit. Der Vater verwandelt sich, züchtet Vögel, wird zum Prophet der Materie, zum komischen Gott, der in der Wohnung eine zweite Schöpfung versucht und scheitert. Die Mutter, die Magd Adela, die Tante, die Kunden: Jeder ist Figur und Mythos. Die Zimtläden selbst liegen in einer Gasse, die nur nachts da ist, voller Stoffe, Geheimnisse, einer Verlockung, die nicht zur Tat wird. Schulz schreibt barock und genau; der Traum ist keine Flucht, er ist die Weise, in der die Kleinstadt wahr wird.
Die Jahreszeiten wuchern. Der Sommer gärt, der Winter stellt die Zeit still, der Herbst trägt den Vater ab. Episoden stehen nebeneinander: der Schultag, der Irrgarten der Nacht, die Schneiderpuppe, die Demütigung, die Komik des Körpers. Es gibt keine Fabel, die alle Stücke zu einem Roman bände; es gibt ein Klima. Wer Handlung als Fortschritt will, findet Wiederkehr desselben Vaters in neuen Verwandlungen.
Der Band ist schmal und unerschöpflich. Das Sanatorium der späteren Sammlung hat denselben Vater näher an den Tod gerückt. Hier noch die Fülle: der Laden, der Vogel, die Straße, die sich dehnt. Wer nur die Magie sucht, unterschlägt die Enge, aus der sie wächst. Wer nur die Kindheit sucht, unterschlägt, dass der Vater schon stirbt, während er schöpft.
Einordnung
Schulz hat den Vater zur Schöpfungsfigur gemacht und die Materie zum Traum. Neben Kafka hat man ihn gestellt, zu Recht in der Verwandlung, zu Unrecht, wenn daraus Ableitung wird. Gombrowicz war Freund und Gegner; beide brauchen die Provinz, keines beschönigt sie. Die Sprache ist östlich und europäisch zugleich.
Man hat ihn zum Geheimtipp und zum Märtyrer gemacht. Das Grab fehlt, der Text nicht. Wer nur die Ermordung sucht, unterschlägt die Komik. Fischer hat die deutsche Adresse der Zimtläden gehalten. Nach Schulz ist die galizische Kleinstadt kein Idyll und kein soziologischer Fall; sie ist ein Kosmos, der in einem Stoffrest Platz hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
