Bruno Schulz, in Drohobycz geboren, hat der polnischen Prosa die Provinz als Mythos gegeben. Die Zimtläden verwandeln die galizische Kleinstadt in einen Kosmos aus Vater, Stoffresten, Jahreszeiten und Angst; 1942 erschoss ein Gestapo-Mann den Zeichner und Erzähler auf offener Straße.
Leben
Juden in einer Erdölstadt, das Gymnasium, in dem er selbst unterrichtete, die Zeichnungen, die zwei schmalen Bücher, die Verlobung, die nicht zur Ausreise reichte. Der Umweg ist Drohobycz: Schulz hat die Welt nicht verlassen, er hat sie verdichtet, bis die Gasse unendlich war. Unter deutscher Besatzung Zwangsarbeit, Schutz durch einen Offizier, der die Zeichnungen wollte, dann die Kugel eines anderen. Das große Manuskript Der Messias ist verschollen.
Wirkung
Schulz hat den Vater zur Schöpfungsfigur gemacht und die Materie zum Traum. Die Zimtläden sind keine Idylle: Der Laden, der Vogel, die Magd, der Verfall der bürgerlichen Form. Neben Kafka hat man ihn gestellt, zu Recht in der Verwandlung, zu Unrecht, wenn daraus Ableitung wird. Die Sprache ist barock und genau; die Stadt ist östlich und europäisch zugleich.
Man hat ihn zum Märtyrer und zum Geheimtipp gemacht. Das Grab fehlt, der Text nicht. Wer nur die Ermordung sucht, unterschlägt die Komik des Vaters. Wer nur die Magie sucht, unterschlägt die Enge, aus der sie wächst. Gombrowicz war der Freund und Gegner; beide Bücher brauchen die Provinz, keines beschönigt sie.
Werke
- Die Zimtläden (1934)
In Auswahl außerdem: Das Sanatorium zur Todesanzeige, die Zeichnungen, der verschollene Messias.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.