Die Reise nach Westen
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Reise nach Westen |
| Autor(en): | Wu Cheng'en |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Reclam |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1592 |
| Seitenanzahl: | 1319 Seiten |
| Originaltitel: | 西游记 |
| Originalsprache: | chinesisch |
| ISBN-10: | 3150112249 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783150112243 |
| Schlagwörter: | Affe, Pilgerfahrt, Buddha, Himmel |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Die Reise nach Westen ist einer der vier klassischen Romane Chinas, im 16. Jahrhundert der Ming-Zeit dem Dichter Wu Cheng'en zugeschrieben, im Chinesischen Xiyouji. Ein steinerner Affe stört den Himmel, ein Tang-Mönch holt heilige Schriften aus Indien, und beide werden auf dem Weg von Dämonen, Göttern und der eigenen Unreife geprüft. Der Stoff geht auf die historische Pilgerfahrt des Mönchs Xuanzang im 7. Jahrhundert zurück und auf ältere Legenden vom Affenkönig. Eva Lüdi Kongs vollständige deutsche Übersetzung erschien 2016 bei Reclam, 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet; das Paperback von 2019 umfasst den Text und den Kommentar in zwei Bänden.
Inhalt
Aus einem Stein wird Sun Wukong, König der Affen, der Unsterblichkeit, Gestaltwandel und eine streckbare Stange gewinnt. Er durchstreift das Reich der Toten, stiehlt Pfirsiche und Pillen des Himmels und schlägt die Heere des Jadekaisers. Buddha überlistet ihn: Aus den fünf Elementen entsteht ein Berg, der den Affen fünfhundert Jahre festhält. Der fromme Mönch Tang Sanzang – die Romanfigur des historischen Xuanzang, auch Tripitaka genannt – befreit ihn auf Geheiß Guanyins und nimmt ihn als Schüler an. Sanzang soll aus dem Westlichen Himmel, dem Indien der Lehre, Sutras nach Chang'an bringen. Der Kaiser Taizong sendet ihn; die Reise dauert vierzehn Jahre.
Zwei weitere Büßer schließen sich an: Zhu Bajie, einst himmlischer Marschall, zur Strafe in einem Schweinekörper wiedergeboren, gefräßig, feige und den Frauen zugetan; und Sha Wujing, der ehemalige Vorhanggeneral, ein Sanddämon von furchtbarem Gesicht und stiller Treue. Das Pferd des Mönchs ist ein Drachenprinz. Sanzang selbst gilt als Wiedergeburt eines Jüngers, der bei einer Predigt einschlief. Die vier – fünf, zählt man das Pferd – durchqueren achtundachtzig Kapitel voller Ungeheuer, falscher Heiligen, Feuerberge, Spinnendämoninnen und Königreiche, die den Mönch essen wollen, weil sein Fleisch Unsterblichkeit verheißt. Wukong sieht die Täuschung, Sanzang glaubt zu oft der Klage; der goldene Reif auf dem Affenschädel zwingt den Schüler in den Gehorsam, wenn der Meister das Gebet spricht.
Nach einundachtzig Leiden erreichen sie Buddha. Die letzte Prüfung setzt dieser selbst: Ohne Fähre, über ein Floss, das sinkt, fällt dem Mönch der irdische Körper ab. Sie empfangen die Schriften – ein Teil ist leer, weil sie kein Geschenk dargebracht haben, und wird nachgetragen – und kehren nach China zurück. Wukong wird zum Buddha der Siegreichen Kampfkunst, Bajie zum Altarreiniger, Wujing zum Arhat, das Pferd zum Naga; Sanzang erlangt die Würde eines Buddha. Der Roman schließt den Aufruhr und die Buße zu einem Kreislauf: Wer den Himmel störte, trägt die Lehre nach Hause.
Einordnung
Xiyouji verbindet Volkserzählung, buddhistische Allegorie und die Satire auf Beamte, Mönche und Unsterbliche. Wukong, nicht der Mönch, ist die Figur, die China auswendig kann: Rebell, Narr, Beschützer, Weise in einem. Parallelen zum indischen Hanuman sind erwogen worden; der Roman bleibt mingzeitlich in Witz und Grausamkeit. Arthur Waleys gekürzte englische Fassung Monkey hat den Westen lange mit einem Drittel des Textes gelassen; Lüdi Kong hat den vollständigen Kosmos inklusive Kommentar ins Deutsche geholt. Verfilmungen, die Fernsehserie der achtziger Jahre, Dragon Ball und das Spiel Black Myth: Wukong haben den Affen vom Buch gelöst, ohne die einundachtzig Prüfungen zu ersetzen.
Das Abenteuer steht in Fülle da, die Buße im Reif und im leeren Sutra. Der Roman steht neben den Räubern vom Liang-Schan-Moor als Volksbuch, das Gelehrte und Kinder denselben Helden lesen lässt. Die Reclam-Ausgabe macht kenntlich, was Jahrhunderte mündlicher und schriftlicher Schichten in hundert Kapiteln versammelt haben. Es bleibt eine Pilgerfahrt, die den Himmel beleidigt und die Schriften trotzdem heimbringt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
