Die Rechte des Menschen
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Rechte des Menschen |
| Autor(en): | Thomas Paine |
| Originaltitel: | Rights of Man |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1791 |
| Schlagwörter: | Menschenrechte, Republik, Revolution, Naturrecht |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Erscheinungsort: | Rights of Man |
| Umfang dieser Ausgabe: | 280 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die Rechte des Menschen (englisch Rights of Man) ist die 1791 und 1792 in zwei Teilen erschienene Antwort Thomas Paines auf Edmund Burkes Betrachtungen über die Französische Revolution. Paine verteidigt 1789 als Einlösung des Naturrechts, nicht als Frevel an der Überlieferung: Rechte sind angeboren, Regierungen Treuhänder, Erbadel ein Betrug. Das Buch wurde in England verfolgt und in Amerika und Frankreich zur Schrift der Republik. Es ist der lesbarste Katechismus der Menschenrechte, den das 18. Jahrhundert in Prosa hat.
Inhalt
Der erste Teil zerpflückt Burke Punkt für Punkt. Die Revolution sei nicht der Einbruch des Pöbels in die Heiligkeit der Generationen, sondern das Erwachen einer Nation, die Verträge kündigt, die sie nicht geschlossen hat. Eine Generation darf die nächste nicht ketten. Verfassungen sind Werke der Lebenden. Burke habe das Theater der Königin Marie-Antoinette mit der Lage des Volkes verwechselt. Paine schreibt, wie er immer schreibt: Sätze, die man vorlesen kann, Beispiele, Spott, der sitzt, ohne gelehrt zu tun.
Der zweite Teil, 1792, wird konstruktiv. Republik, repräsentative Regierung, progressive Steuer, Armut als Politik, nicht als Schicksal, Erziehung, Altersversorgung – ein Programm, das später liberal und sozial zugleich klingt. Paine denkt Rechte nicht nur als Abwehr der Willkür, sondern als Anspruch auf ein Leben, das nicht betteln muss. Gegen Locke, der den Besitz in der Arbeit gründet, setzt er die Erde als gemeinsames Erbe, das das Eigentum der Mehrheit geraubt hat; die Folgerung vollendet später Agrarian Justice. England antwortete mit Anklage wegen Volksverhetzung; Paine war schon in Frankreich.
Unsicher bleibt, wie die klare Prosa mit der Gewalt der Jahre 1793/94 zusammensteht. Paine stimmte gegen die Hinrichtung des Königs und saß unter Robespierre. Der Text von 1791 kennt den Terror noch nicht als Logik, die de Maistre ihm vorwerfen wird. Wer nur den Optimisten der Rechte kennt, unterschlägt den Kerker. Wer nur den Kerker kennt, unterschlägt, dass dasselbe Buch die Rechte als Alltagssprache gesetzt hat, nicht als Gelehrtendebatte.
Einordnung
Neben Kants Frieden, den Federalist-Artikeln und Wollstonecrafts Verteidigung der Frau ist Paine die Stimme, die Rechte dem gemeinen Leser gibt. Burke bleibt der Gegner im selben Streit; Sieyès der Operator der Nation; de Maistre der theologische Feind. Wer nach 1791 über Menschenrechte spricht, als wären sie immer schon da gewesen, hat dieses Buch nicht gelesen, das sie gegen die Überlieferung durchsetzen musste. Die Bookpedia braucht den Titel, weil der Liberalismus sonst als Religion ohne Katechismus dastünde.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
1789 in zehn Büchern (Lesepfad) · Die Menschenrechte in zehn Büchern (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.