Die Pflichten des Menschen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Pflichten des Menschen |
| Autor(en): | Giuseppe Mazzini |
| Originaltitel: | Dei doveri dell’uomo |
| Originalsprache: | italienisch |
| Erstveröffentlichung: | 1860 |
| Schlagwörter: | Nation, Pflicht, Volk, Republik |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Erscheinungsort: | Dei doveri dell’uomo |
| Umfang dieser Ausgabe: | 160 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die Pflichten des Menschen (italienisch Dei doveri dell’uomo) ist der 1860 erschienene Katechismus Giuseppe Mazzinis, an die italienischen Arbeiter gerichtet. Mazzini setzt Gott, das Gesetz, das Volk vor das Recht des Einzelnen: man hat Pflichten, weil man einer Menschheit angehört, die sich in Nationen verwirklicht. Das Buch ist die sittliche Gründungsschrift des republikanischen Nationalismus – Predigt, nicht Vertrag.
Inhalt
Mazzini beginnt nicht beim Ich. Er beginnt bei Gott, der die Menschheit will, und bei der Menschheit, die sich nur in Völkern ausspricht. Das Individuum hat Würde, weil es Glied ist, nicht obwohl. Freiheit ohne Pflicht zerfällt in Willkür; Recht ohne Pflicht wird Anspruch ohne Opfer. Die Nation ist die Mittlerin: größer als die Familie, kleiner als die Menschheit, die Form, in der der Einzelne dem Allgemeinen dient, ohne abstrakt zu werden. Italien ist nicht ein Markt und nicht ein Königshaus. Es ist eine Aufgabe.
Der Ton ist der der Laienpredigt. Kapitel über die Pflichten gegen die Menschheit, gegen das Vaterland, gegen die Familie, gegen sich selbst. Arbeit ist Würde, Bildung Pflicht, der Aufstand gegen die Unterdrückung sittlich, sobald Diplomatie versagt. Mazzini schreibt an Arbeiter, nicht an Fürsten; er will sie der Nation zuführen, nicht der Klasse allein. Gegen Marx’ Internationalismus setzt er Völker, die einander als Geschwister anerkennen, jedes in seiner Sendung. Gegen den liberalen Vertrag setzt er das Apostolat.
Unsicher bleibt, wo die Pflicht den Einzelnen schützt und wo sie ihn verbraucht. Mazzini hasst die Tyrannei und heiligt das Opfer; er will die Republik und spricht wie ein Priester. Die Frauen kommen als sittliche Mitte der Familie vor, selten als Bürgerinnen der Nation, die er den Männern predigt. Das Königreich, das 1861 entstand, war nicht seine Republik; der Text überlebte die Enttäuschung, weil er bindet, ohne zu siegen. Wer nur das Risorgimento als Kriegszug kennt, hat diese Predigt nicht gelesen, die den Krieg zur Pflicht machte.
Einordnung
Neben Fichtes Erziehung und Renans Abstimmung ist Mazzini der Katechismus der Pflicht. Die Nation wird Kirche, ohne aufzuhören, Politik zu sein. Fichte formt den Willen in der Schule; Mazzini formt ihn in der Gewissensrede an den Arbeiter. Wer nach 1860 über Selbstbestimmung als sittliche Wiedergeburt spricht – in Italien, in den Kolonien, in jeder Republikanerrede – spricht oft Mazzini, ohne den Namen. Die Gefahr liegt in derselben Stelle wie die Kraft: Pflicht, die das Recht verschlingt, Nation, die die Menschheit nur als Chor der Völker denkt.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
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Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.