Die Natur der Unternehmung
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Natur der Unternehmung |
| Autor(en): | Ronald H. Coase |
| Originaltitel: | The Nature of the Firm |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1937 |
| Schlagwörter: | Firma, Kosten, Markt, Vertrag |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Mohr Siebeck
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| Umfang dieser Ausgabe: | 386 Seiten |
| ISBN: | 9783161457869 |
| Verweise | |
Die Natur der Unternehmung (englisch The Nature of the Firm) ist der 1937 im Journal Economica erschienene Aufsatz von Ronald H. Coase, der später in Sammelbänden wie The Firm, the Market, and the Law kanonisch wurde. Coase fragt, warum es Firmen gibt, wenn der Markt Preise setzt: Weil das Benutzen des Marktes selbst kostet. Der Aufsatz hat die Chicagoer Schule um eine Theorie der Organisation erweitert, die Friedman in Kapitalismus und Freiheit nicht lieferte. Er steht in der Bookpedia wie Quines Zwei Dogmen des Empirismus: ein Aufsatz, der als Buch wirkt.
Inhalt
Coase nimmt die Preisstheorie beim Wort. Wenn der Preismechanismus Ressourcen lenkt, warum entstehen Inseln der Anweisung – Fabriken, Büros, Verwaltungen –, in denen nicht jeder Handgriff neu verhandelt wird? Die Antwort sind Transaktionskosten: Suchen, Verhandeln, Verträge schreiben, Ungewissheit über die Zukunft. Innerhalb der Firma ersetzt Weisung den Vertrag, solange das billiger ist als der Markt. Wächst die Firma, steigen die Kosten der Anweisung; irgendwo liegt die Grenze, an der der nächste Auftrag wieder über den Markt geht. Die Unternehmung ist keine Wesensform, sondern eine Antwort auf Kosten.
Das Argument ist knapp, fast schulmäßig, und verschiebt trotzdem das Fach. Statt Produktion nur als Funktion von Kapital und Arbeit zu denken, tritt die Organisation als eigene Größe auf. Knight hatte Ungewissheit und Unternehmer verbunden; Coase macht daraus eine Frage der Vertragskosten, ohne Knights Moral des Gewinns. Die spätere ökonomische Analyse des Rechts, die Theorie der Verfügungsrechte, die Debatte um Make-or-Buy setzen hier an. Coase selbst hat den Aufsatz lange für unbeachtet gehalten; der Ruhm kam, als Chicago ihn in den sechziger Jahren wiederlas.
Der Ton ist der eines jungen Mannes, der in London und auf Reisen durch amerikanische Fabriken eine einfache Frage nicht loswurde. Keine Mathematik, keine Datenfülle, eine Unterscheidung. Wer nur Transaktionskosten als Schlagwort kennt, unterschlägt die Pointe gegen die Lehre, der Markt sei kostenlos. Wer nur die Firma als Hierarchie kennt, unterschlägt, dass Coase sie als Alternative zum Markt denkt, nicht als Gegensatz zur Freiheit. Die Chicagoer Schule hat daraus oft eine Verteidigung des Marktes gemacht; der Aufsatz selbst erklärt, warum der Markt nicht überall die billigste Form ist.
Einordnung
Coase hat Chicago die Institution gegeben, die Friedman dem Staat entziehen und Knight dem Unternehmer zuschreiben wollte. Der Wirtschaftsnobelpreis 1991 galt diesem Aufsatz und dem späteren über soziale Kosten. Die deutsche Betriebswirtschaft hat ihn als Theorie der Unternehmung geführt, oft ohne den Chicagoer Streit. Neben Risiko, Ungewissheit und Gewinn und Kapitalismus und Freiheit steht die Natur der Unternehmung als der Text, der den Markt nicht voraussetzt, sondern fragt, wann er sich lohnt – und wann die Anweisung.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
