Die Furcht vor der Freiheit
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Furcht vor der Freiheit |
| Autor(en): | Erich Fromm |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | dtv |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1941 |
| Seitenanzahl: | 240 Seiten |
| Originaltitel: | Escape from Freedom |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3423350245 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783423350242 |
| Schlagwörter: | Autorität, Flucht, Charakter, Faschismus |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Rezensionen | |
Die Furcht vor der Freiheit (englisch Escape from Freedom) ist das 1941 erschienene Buch von Erich Fromm. Die Moderne hat den Menschen aus den alten Bindungen gelöst; die Freiheit, die dabei entsteht, hält er nicht aus.
Inhalt
Fromm liest die Reformation, den Kapitalismus und den Faschismus als eine Geschichte des Charakters. Luther und Calvin haben das Individuum vor Gott gestellt und einsam gemacht. Der Markt hat die Person zur Ware unter Waren gemacht. Die so gewonnene Unabhängigkeit erzeugt Angst. Vor dieser Angst flieht der moderne Mensch in neue Hörigkeit.
Drei Wege der Flucht: Autoritarismus – sich einer Macht unterwerfen und andere unterwerfen; Destruktivität – die Welt zerstören, die einen ängstigt; Automatonkonformität – so werden wie alle, bis das Ich aufhört zu schmerzen. Der sadomasochistische Charakter sucht nicht nur den Führer; er sucht die Entlastung von sich.
Das Buch ist im amerikanischen Exil geschrieben, gegen Hitler und gegen die Hoffnung, der Faschismus sei ein deutscher Betriebsunfall. Die Psychoanalyse wird soziologisch: Nicht der Trieb allein, die Gesellschaft formt den Charakter, der die Gesellschaft dann trägt. Freiheit als positive Verwirklichung des Selbst bleibt die Forderung; erreicht ist sie nicht.
Einordnung
Neben Hannah Arendts Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft ist dies die andere große Deutung, warum Menschen die Knechtschaft wählen: Arendt von der Masse und dem Lager her, Fromm vom Charakter her. Die Sozialpsychologie nach 1945 hat daraus den autoritären Charakter gemacht, oft grober als Fromm. Wer ihn nur als Antifaschisten liest, unterschlägt die Diagnose der Demokratien: dass die Flucht vor der Freiheit auch dort beginnt, wo niemand den Führer an der Macht sieht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
