Deutsche Predigten

Meister Eckhart · 1320 · Sachbuch, Theologie


Das Werk
Deutscher Titel: Deutsche Predigten
Autor(en): Meister Eckhart


Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1320
Schlagwörter: Abgeschiedenheit, Funke, Gottheit, Predigt
Sachgebiete: Sachbuch, Theologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam
Serie: Reclams Universal-Bibliothek
Umfang dieser Ausgabe: 280 Seiten
ISBN: 9783150018712
Verweise


Die Deutschen Predigten sind die in der Volkssprache gehaltenen und überlieferten Predigten von Meister Eckhart, um 1300 bis in die Kölner Jahre. Abgeschiedenheit, der Funke der Seele, die Geburt Gottes im Grund: die deutsche philosophische Prosa beginnt hier, und der Prozess, der Sätze verdammte, hängt an eben diesen Reden.

Inhalt

Eckhart predigt vor Laien und Klosterleuten und muss sagen, was die Quaestio auf Latein hält. Gott und Gottheit: das Wirken und der Grund ohne Namen. Die Seele hat einen Funken, der ungeschaffen ist und in dem Gott gebiert. Abgeschiedenheit ist nicht Flucht; sie ist das Lassen der Bilder, auch der frommen, damit der Grund frei wird. Die Paradoxien – Gott muss ich lassen, um Gott zu finden – sind nicht Schmuck. Sie sind die Lehre, die die Inquisition als Gefahr las. Die Überlieferung ist uneinheitlich; Predigten, Traktate, der Liber Benedictus. Die Reclam-Sammlung macht aus der Streuung das lesbare Buch der deutschen Predigt.

Der Dominikaner bleibt Scholastiker. Thomas, die Analogie, die Unterscheidungen: Eckhart kennt sie und überschreitet sie in der Rede, die das Innere nicht der Schule überlässt. Der Ton ist rhythmisch, wiederholend, mit der Gewalt der Volkssprache, die Begriffe schafft, statt sie zu übersetzen. Wer nur den Mystiker des Funkens sucht, unterschlägt den Magister. Wer nur den Ketzer des Prozesses meint, unterschlägt, dass die Predigt Seelsorge war, bevor sie Artikel wurde. Die Bulle von 1329 traf Sätze, die aus dem Zusammenhang der Rede gerissen leichter ketzerisch sind als in ihm.

Unsicher bleibt die Authentizität einzelner Stücke und die Grenze zur späteren Eckhart-Schule. Tauler, Seuse, die Anonyme der Theologia deutsch: Nachfolge, die mildert. Die Moderne hat Eckhart als Vorläufer der Subjektivität und der Immanenz gelesen, oft ohne den Orden. Das Buch meint Gott im Grund der Seele, nicht das Selbst als Gott. Die Verwechslung nährt sich aus denselben Sätzen.

Einordnung

Die deutschen Predigten haben der Theologie die Volkssprache als Denken gegeben und der Mystik des vierzehnten Jahrhunderts das Maß. Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila gehen andere Wege derselben Innerlichkeit später; Eckhart bleibt der Deutsche, der den Grund nennt. Wer nach ihm von Abgeschiedenheit spricht, spricht in diesen Predigten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.