Meister Eckhart, in Hochheim bei Gotha oder in Tambach geboren, hat auf Deutsch gepredigt, was die Scholastik auf Latein hielt: die Abgeschiedenheit, der Funke, die Geburt Gottes in der Seele. Die Deutschen Predigten sind das Werk, derentwegen der Name hier steht – und der Prozess, der ihn postum traf.
Leben
Dominikaner, Paris, Erfurt, Straßburg, Köln, Avignon, der Tod vor dem Urteil. Der Umweg ist die Volkssprache: Wer Laien predigen will, muss das Innere nennen, ohne den Apparat. 1329 die Bulle, die Sätze verdammte. Er starb, bevor sie publiziert wurde. Die Mystik des vierzehnten Jahrhunderts hat ihn gelesen, oft ohne den Prozess.
Wirkung
Eckhart hat die deutsche philosophische Prosa eröffnet und die Theologie an den Rand der Immanenz geführt: Gott und Gottheit, das Nichts, das Gebären. Die Moderne hat ihn als Vorläufer der Subjektivität genommen; die Kirche als Gefahr. Beides liegt in den Predigten.
Gelesen wird er als Mystiker und als Ketzer. Wer nur den Funken sucht, unterschlägt den Scholastiker. Wer nur den Prozess meint, unterschlägt die deutsche Rede, ohne die die Predigt lateinische Schule geblieben wäre.
Werke
In Auswahl außerdem: die lateinischen Quaestiones, der Liber Benedictus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.