Der letzte Kampf
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der letzte Kampf |
| Autor(en): | C. S. Lewis |
| Originaltitel: | The Last Battle |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1956 |
| Schlagwörter: | Narnia, Ende, Glaube, Betrug |
| Sachgebiete: | Kinderbuch |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Ueberreuter |
| Serie: | Die Chroniken von Narnia |
| Umfang dieser Ausgabe: | 192 Seiten |
| ISBN: | 9783764120078 |
| Verweise | |
Der letzte Kampf ist der 1956 erschienene siebte und letzte Band der Chroniken von Narnia von C. S. Lewis, deutsch unter wechselnden Titeln, darunter Der Kampf um Narnia und Die Tür auf der Wiese. Lewis erzählt das Ende der erdachten Welt: Ein Affe täuscht die Wiederkehr des Löwen Aslan vor, fremde Herren übernehmen das Land, und die Kinder aus England kommen ein letztes Mal zu Hilfe, um mit dem König zu sterben und in einem anderen Narnia weiterzuleben. Es ist ein Kinderbuch der Endzeit, christlich durchsichtig und erzählerisch hart, weil geliebte Orte wirklich vergehen. Der Band steht nach der inneren Zeitlinie am Schluss der Folge, auch wer die Bücher in anderer Reihenfolge gelesen hat.
Inhalt
Der Affe Listig findet ein Löwenfell und überredet den gutmütigen Esel Wirrkopf, es zu tragen. Vor den sprechenden Tieren Narnias behauptet er, Aslan sei zurück. Die Tiere gehorchen, weil sie den Löwen lieben; Listig verkauft sie an die Kalormenen, ein südliches Reich mit dem Gott Tash. König Tirian und das Einhorn Kleinod greifen an, werden gefangen. In der Nacht sieht Tirian in einer Vision Menschen und ruft um Hilfe. Es erscheinen Jill und Eustachius, die schon in Der silberne Sessel in Narnia waren, befreien ihn und den Esel und fliehen in einen Wachtturm. Cair Paravel, Tirians Burg, fällt. Ein zweiter Angriff scheitert; die Freunde werden gezwungen, nacheinander einen Stall zu betreten, in dem Tash sie vernichten soll. Listig hat Mörder postiert. Tirian stößt den Affen und den kalormenischen Anführer mit hinein. Tash erscheint wirklich und holt die Betrüger.
Hinter der Stalltür liegt kein Dunkel, sondern ein sonniges Land. Dort versammeln sich die sieben Freunde Narnias: Peter, Edmund, Lucy, Eustachius, Jill, Digory und Polly – alle Kinder, die je durch Schränke und Bilder kamen, außer Susan, die aufgehört hat, an Narnia zu glauben, und in der Menschenwelt zurückbleibt. Aslan kommt. Auf sein Wort hin geht das alte Narnia draußen zugrunde: Sterne werden eingezogen, Wesen laufen auf den Löwen zu oder in den Schatten, die Tür fällt ins Schloss. Was innen liegt, erklärt er als das wirkliche Narnia, von dem das andere nur Abbild war. Alte Gefährten stehen wieder da, totgeglaubte Freunde, die ganze Tiefe der früheren Bände. Aslan sagt den Kindern, sie seien in England bei einem Eisenbahnunglück umgekommen; der Traum sei aus, der Morgen habe begonnen.
Lewis lässt sie nicht in Ruhe ausruhen, sondern weiterlaufen, immer höher und tiefer hinein, in ein Land, das mit jedem Kapitel besser wird als das vorige. Aslan sieht hier kaum noch aus wie ein Löwe. Der edle Kalormene, der Tash diente und Gutes tat, erfährt, dass jede gute Tat dem wahren Namen gehört und jede böse dem falschen, gleich unter welchem Ruf sie geschah. Das Buch schließt nicht mit einer Schlacht, die Narnia rettet, sondern mit der Einsicht, dass Narnia sterben durfte, weil es nicht das letzte Wort war. Für Kinder ist das Trost und Zumutung zugleich: Die Welt, die sie liebten, wird eingezogen, und die Liebe soll größer werden.
Einordnung
Lewis, Apologet und Oxforder Mediävist, hat in diesen letzten Band seine Lehre vom Ende gelegt: platonisches Höhlengleichnis, himmlisches Jerusalem, das Gericht nach den Taten, nicht nach der Parteifahne. Listig und Wirrkopf tragen Züge von Verführer und betrogenem Werkzeug; Tash ist das personifizierte Böse, das erscheint, sobald man es herbeizitiert. Die Aussparung Susans hat später scharfe Kritik auf sich gezogen, als Strafe für erwachsenes Interesse an Strümpfen und Einladungen; der Text sagt vor allem, sie halte Narnia für ein Kinderspiel, das man ablegt. Die deutschen Ausgaben wechselten Verlag und Übersetzer; Ueberreuter hält die Folge als Kinderbuch im Taschenbuch.
Wer die Narnia-Bücher als bloße Abenteuer liest, stößt hier auf die Predigt, die in den früheren Bänden unter dem Pelz lag. Sie bleibt ein Kinderbuch, weil sie das Ende als Aufbruch erzählt, nicht als Stunde im Klassenzimmer. Neben den ersten Bänden um den Kleiderschrank ist Der letzte Kampf das Werk, das die Reihe schließt, indem es die Welt opfert. Die Stalltür ist kleiner als das Land dahinter. Das hat Lewis aus dem Evangelium und aus Platon, und er hat es so erzählt, dass man es mit zehn Jahren verstehen und mit dreißig verwerfen oder behalten kann.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
