Der Wüstenplanet

Frank Herbert · 1965 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Der Wüstenplanet
Autor(en): Frank Herbert
Originaltitel: Dune
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1965
Schlagwörter: Wüste, Messias, Gewürz, Ökologie
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Heyne


Umfang dieser Ausgabe: 800 Seiten
ISBN: 9783453323131
Verweise


Der Wüstenplanet ist der 1965 erschienene Roman von Frank Herbert, im Original Dune. Auf dem Wüstenplaneten Arrakis, der einzigen Quelle des Gewürzes Melange, das Raumfahrt, Lebensverlängerung und Voraussicht trägt, übernimmt das Haus Atreides die Herrschaft von den Harkonnen und geht daran zugrunde. Der Sohn Paul flieht zu den Fremen, den Wüstenbewohnern, und wird zu dem Messias, den er selbst gefürchtet hat. Heyne hat das Buch im deutschen Sprachraum festgesetzt; die Neuübersetzung von Jakob Schmidt (2021) löst ältere Fassungen ab, ohne den deutschen Titel zu ersetzen. Hugo- und Nebula-Preis haben den Band im Kanon der Zukunftsliteratur verankert, bevor das Kino ihn zur Marke machte.

Inhalt

Herzog Leto Atreides nimmt Arrakis aus der Hand des Imperators, der das Haus den Harkonnen und den Sardaukar ausliefern will. Die Welt ist Sand, Hitze, riesige Würmer; wer ohne Anzug Wasser verliert, stirbt. Das Gewürz färbt die Augen blau und macht abhängig; die Raumgilde braucht es zum Falten des Raums, die Bene Gesserit zur Zucht und zur inneren Schau. Jessica, Letos Gefährtin und Bene-Gesserit gegen den Befehl, hat einen Sohn geboren statt der Tochter, die der Orden wollte. Der Lehrer Duncan Idaho, der Krieger Gurney Halleck, der Arzt Yueh, der den Herzog verraten muss, weil die Harkonnen seine Frau halten: der Hof ist treu und undicht zugleich. Der Anschlag kommt schnell. Leto stirbt; Paul und Jessica entkommen in die Wüste.

Bei den Fremen lernen sie, Wasser zu messen wie andere Geld. Paul nimmt den Namen Muad'Dib an, reitet den Wurm, trinkt das Wasser des Lebens und sieht die Pfade, auf denen ein heiliger Krieg die Welten überziehen wird. Er will den Krieg nicht und wird sein Anführer, weil die Prophezeiungen, die die Bene Gesserit unter den Fremen ausgestreut haben, auf ihn passen und weil Arrakis keine andere Sprache für Rettung hat als die des Erwählten. Chani wird seine Gefährtin; die Fremen werden seine Armee. Die Harkonnen und der Imperator unterschätzen, was eine Wüste aus Menschen macht, die gelernt haben, nicht zu verschwenden.

Der Sturm auf Arrakeen endet mit dem Zweikampf gegen Feyd-Rautha und mit dem Imperator, der Paul die Tochter und den Thron überlassen muss. Der Sieg ist kein versöhnlicher Schluss. Paul sieht den Dschihad, der von seinem Namen leben wird, und weiß, dass er ihn nicht mehr aufhalten kann. Herbert lässt die Ökologie, die Religion und die Palastintrige nicht als drei Stoffe nebeneinanderstehen: Wer das Gewürz kontrolliert, kontrolliert die Zeit; wer die Fremen auf einen Namen verpflichtet, erntet einen Krieg, der weiter reicht als jeder Plan. Der erste Band schließt, indem er den Helden auf den Thron setzt und ihm die Zukunft nimmt, die er noch wählen zu können glaubte.

Einordnung

Herbert hat dem Zukunftsroman die Ökologie und die Religion als Ernstfall gegeben, nicht als Kulisse. Arrakis ist kein Abenteuerland, sondern ein Stoffkreislauf aus Wasser, Wurm und Gewürz, den jede Herrschaft ausbeutet und den die Fremen bewohnen. Gegen Asimovs Foundation, die Geschichte als Rechnung der Psychohistorie denkt, setzt Herbert den Messias, der die Rechnung kennt und trotzdem in sie gerät. Gegen WellsDie Zeitmaschine, wo die Klassen zu Arten werden, bleibt hier die Herrschaft menschlich, grausam und abhängig von einer Droge, die wie Öl gelesen werden wollte und wie Öl gelesen worden ist.

David Lynchs Film von 1984 hat den Stoff überladen; Denis Villeneuves zweiteilige Fassung hat ihn geklärt und die innere Schau verkürzt. Die Fortsetzungen, die Herbert selbst schrieb, haben Paul und dann seine Kinder die Kosten des Heiligen nachgetragen; wer nur den ersten Band kennt, kennt die Erhöhung, nicht die Ernüchterung. Wer nach 1965 über Wüste, Ressource und Erlöser spricht, spricht hinter diesem Planeten. Die Würmer sind keine Monster. Sie sind die Bedingung der Welt, die man besitzen will.

Essays

Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.

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Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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