Der Vorleser

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Vorleser
Autor(en): Bernhard Schlink
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Diogenes
Serie:
Erscheinungsjahr: 1995
Seitenanzahl: 208 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3257230230
ISBN-13/

EAN-Code:

9783257230239
Schlagwörter: Schuld, Analphabetismus, Nachkrieg, Liebe
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Der Vorleser ist der 1995 erschienene Roman von Bernhard Schlink. Ein Junge liebt eine ältere Frau, die später als KZ-Aufseherin vor Gericht steht – und erst dann begreift er, dass sie nicht lesen kann.

Inhalt

Michael Berg, fünfzehn, wird 1958 in einer westdeutschen Stadt krank auf der Straße gefunden; Hanna Schmitz, Straßenbahnschaffnerin Anfang dreißig, hilft ihm. Es entsteht ein Verhältnis aus Baden, Sex und Vorlesen: Michael liest ihr Romane vor, sie bestimmt die Regeln, verschwindet eines Tages ohne Abschied.

Jahre später sitzt Michael als Jurastudent im Hörsaal eines Auschwitz-Prozesses. Hanna ist angeklagt, als Aufseherin eine Kirche mit eingeschlossenen Frauen nicht geöffnet zu haben. Sie nimmt Schuld auf sich, die die anderen Angeklagten ihr zuschieben, weil sie ein Schriftstück nicht lesen kann und das nicht zugeben will. Michael schweigt vor Gericht. Hanna wird zu lebenslanger Haft verurteilt.

Er schickt ihr Tonbänder ins Gefängnis; sie lernt dort lesen und schreiben. Vor der Entlassung, die Michael vorbereiten hilft, erhängt sie sich. Ein Testament gilt einer Überlebenden. Michael fährt zu ihr und bleibt unbeholfen. Der Roman endet mit einem Grab und der Einsicht, dass Verstehen und Verurteilen sich nicht ablösen.

Einordnung

Schlink, Jurist und Verfasser von Kriminalromanen, hat mit diesem Buch die deutsche Zweite-Generation-Frage weltweit lesbar gemacht: die Liebe zu Tätern, die man erst als Täter erkennt. Der Roman wurde in Dutzende Sprachen übersetzt, Stephen Daldry verfilmte ihn 2008 mit Kate Winslet. Kritiker warfen ihm vor, die Täterin durch den Analphabetismus zu entlasten. Gelesen wird er weiter, weil er die Entlastung nicht gewährt, nur die Nähe nicht leugnet.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.