Der Mensch schafft sich selbst

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Mensch schafft sich selbst
Autor(en): V. Gordon Childe
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: das europäische buch
Serie:
Erscheinungsjahr: 1936
Seitenanzahl: 245 Seiten
Originaltitel: Man Makes Himself
Originalsprache: englisch
ISBN-10:
ISBN-13/

EAN-Code:

Schlagwörter: Revolution, Neolithikum, Stadt, Arbeit
Sachgebiete: Sachbuch, Archäologie
Rezensionen


Der Mensch schafft sich selbst (englisch Man Makes Himself) ist das 1936 erschienene Buch von V. Gordon Childe. Die Menschheit wird nicht geboren, wie sie ist – sie macht sich, indem sie die Natur zur Arbeit zwingt und aus Dörfern Städte werden.

Inhalt

Childe erzählt die Vorgeschichte als Folge von Umwälzungen, nicht als allmähliches Reifen. Die erste nennt er die jungsteinzeitliche: Menschen gehen vom Sammeln und Jagen zum Anbau und zur Viehzucht über, erzeugen Vorrat, sesshafte Dörfer, Töpferei, Weben, die Möglichkeit, mehr zu sein als die tägliche Not. Die zweite ist die städtische: Bewässerung, Überschuss, Teilung der Arbeit, Schrift, Staat, Tempel, das Handwerk, das nicht mehr jeder übt. Fortschritt ist bei Childe die wachsende Herrschaft über die Mittel des Lebens, nicht eine Leiter der Rassen. Der Mensch schafft sich selbst, indem er Werkzeuge, Institutionen, Wissen hervorbringt – und von ihnen hervorgebracht wird.

Das Buch ist eine Einführung für Leser außerhalb der Zunft, marxistisch in der Frage nach Arbeit und Überschuss, nüchtern im Stoff. Childe schreibt gegen die völkische Archäologie seiner Zeit und gegen den Zufall als Erklärung. Technik, Klima, Bevölkerung, die Geographie der Flusstäler treten zusammen. Ägypten, Mesopotamien, das Industal: die frühen Städte sind keine Wunder, sie sind Lösungen. Die Grenze der Lösung erscheint schon: Herrschaft, Krieg, die Ungleichheit, die der Überschuss ermöglicht.

Der Ton ist klar, lehrhaft, ohne den Schatzrausch eines Schliemann. Childe war Ausgräber und Synthetiker; dieses Buch ist die Synthese. Es hat der Archäologie zwei Wörter gegeben, die das Fach nicht mehr loswurde, auch wo es sie umbaut: die Umwälzung der Jungsteinzeit und die der Stadt. Was heute als lange, ungleichzeitige Übergänge gilt, war 1936 als Schnitt lesbar – und darum wirksam.

Einordnung

Childe hat die Vorgeschichte aus der Sammlung von Typen in eine Geschichte der Arbeit geholt. Das marxistische Gerüst ist später kritisiert, die Schnitte sind weicher gezeichnet, die Landwirtschaft älter und vielfältiger, als er wusste. Geblieben ist die Frage, die der Titel stellt. Neben Schliemanns Ilios, das einen Mythos ausgräbt, steht das Buch als Theorie dessen, was Ausgraben erklären soll: wie aus Horden Gesellschaften wurden. Wer nach 1936 von der Jungsteinzeit spricht, als wäre sie eine Epoche unter anderen, spricht hinter Childe; wer von Revolution spricht, wo Saat und Stadt entstehen, spricht mit ihm.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.