Der Heimweg

Sebastian Fitzek · 2020 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Der Heimweg
Autor(en): Sebastian Fitzek
Originaltitel: Der Heimweg
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 2020
Schlagwörter: Telefon, Gewalt, Täuschung, Berlin
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Knaur


Umfang dieser Ausgabe: 400 Seiten
ISBN: 9783426519462
Verweise


Der Heimweg ist ein Spannungsroman von Sebastian Fitzek, 2020 bei Droemer erschienen. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon, einem Dienst für Frauen, die nachts allein gehen; Klara Vernet ruft an oder wird angerufen und spricht von Todesangst. Ein Kalenderkiller kündigt das Sterbedatum mit Blut an der Wand an. Fitzek hat einen wirklichen Telefondienst zum Gerüst einer Täuschung gemacht, in der Helfer, Ehemann, Vater und Täter die Plätze tauschen. Das Buch führte die Spiegel-Liste an; 2025 kam eine Filmfassung unter dem Namen des Autors.

Inhalt

Jules springt für den im Rollstuhl sitzenden Freund Caesar ein. Klara, medizinisch-technische Assistentin, erzählt stückweise: der sadistische Zahnarzt Martin, eine gewalttätige Veranstaltung in einem Hotel, die Klinik Berger Hof, ein Versuch mit einem Stoff, der die körpereigene Schmerzhemmung abstellt, der Verfolger Yannick, der ihr befiehlt, Martin zu töten, bevor das gemalte Datum da ist. Jules hat selbst eine Tote im Haus gehabt: die Frau Dajana und ein Kind im Feuer, die Adresse war seine. Die Tochter Fabienne lebt, sagt er. Klaras Flucht führt über den Teufelsberg, ein Auto, den Stripper Hendrik, zurück zu Martin, der sie erniedrigt und in ein Parkhaus zu Käufern bringen will.

Jules’ Vater Hans-Christian, Versicherungsdetektiv, forscht nach und findet die Klinikakten: Klara lag nicht wegen eines Versuchs dort, sondern wegen einer dissoziativen Störung; ein totgeglaubter Arzt lebt. Tabletten im Saft erzeugen bei Jules Halluzinationen. Die Wohnungen schieben sich ineinander: Fabienne ist Klaras Tochter Amelie, Jules sitzt im Haus der Vernets. Klara erschießt den Mann, den sie für Yannick hält. Jules offenbart, dass er sie angerufen hat, nicht sie ihn, und dass Yannick sein Vater war. Er hat Martin getötet und das Datum an die Wand geschrieben.

Drei Wochen später sitzt Klara mit Caesar im Café. Dajanas Abschiedsbrief hatte Jules als Kalenderkiller enttarnt; der Vater war Mittäter; Jules erklärt, er habe Frauen helfen wollen, die sich nicht wehrten, und die Mutter als erstes Opfer gewählt, weil sie zu schwach gewesen sei. Klara überlebt, hat ein Treffen mit Hendrik, bringt einem obdachlosen Professor Geld. Fitzek hält die Identitäten bis knapp vor Schluss verkehrt und lässt häusliche Gewalt, Erpressung und die Klinik als Halluzinationsmaschine ineinanderlaufen. Nicht jede Verknüpfung trägt logisch; die Angst auf dem Heimweg trägt. Der Helfer am Hörer ist die Falle, nicht der Schutz. Wer das Begleittelefon nach dieser Lektüre wählt, wählt es anders.

Einordnung

Das Begleittelefon existiert als Angebot für Ängstliche. Der Roman benutzt es, um den Helfer als Gefahr zu erzählen, und stellt häusliche Gewalt so aus, dass Rezensenten fragten, ob das Thema in diesem Reißer aufgehoben sei. Die Konstruktion ist die Stärke und die Schwäche: sobald die Täuschung fällt, bleibt ein Täter, der sich als Retter erklärt. Gegen Der Augensammler ist Der Heimweg weniger an der Uhr, mehr am Gespräch; beide leben von der Stimme, die nicht ist, was sie scheint. Fitzek hat das Helfertelefon in sein Verfahren genommen, nicht das Verfahren dem Telefon untergeordnet.

Fitzek bleibt der erfolgreichste deutschsprachige Spannungsautor seiner Generation, mit einem Verfahren, das den Leser täuscht, bis der Boden wechselt. Wer das Buch als Aufklärung über Gewalt an Frauen liest, überfordert es; wer es nur als Uhrwerk liest, unterschlägt, dass Klara am Ende lebt und Jules nicht als Witz davonkommt. Die Knaur-Ausgabe hält die vierhundert Seiten; der Film hat Gesichter geliefert, die der Roman offener ließ. Die Blutdaten an der Wand sind Theater, die Ehe davor ist es nicht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

Roman entdecken