Der Augensammler
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Augensammler |
| Autor(en): | Sebastian Fitzek |
| Originaltitel: | Der Augensammler |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2010 |
| Schlagwörter: | Berlin, Entführung, Auge, Frist |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Knaur
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| Umfang dieser Ausgabe: | 464 Seiten |
| ISBN: | 9783426503751 |
| Verweise | |
Der Augensammler ist ein Spannungsroman von Sebastian Fitzek, 2010 bei Droemer erschienen. Ein Mörder tötet Mütter, verschleppt die Kinder und gibt den Vätern fünfundvierzig Stunden zur Suche; nach Ablauf der Frist ertränkt er das Kind und schneidet das linke Auge aus. Der ehemalige Polizist Alexander Zorbach, jetzt Boulevardreporter, gerät in die Jagd und unter Verdacht. Fitzek zählt die Seiten rückwärts, beginnt mit dem Nachwort und endet mit dem Vorwort; die Fortsetzung Der Augenjäger schließt an. Der Band erreichte die vorderen Plätze der Spiegel-Liste.
Inhalt
Zorbach hat im Dienst eine psychisch kranke Frau erschossen, die ein Kind über ein Brückengeländer werfen wollte, und den Dienst quittiert. Die Ehe mit Nicci zerbricht; der Sohn Julian bleibt. In einem Club lernt er Charlie kennen, eine platonische Bekanntschaft. Drei Kinder sind bereits tot, als Lucia Traunstein im Garten ihrer Villa stirbt und die Zwillinge Tobias und Lea verschwinden. Zorbachs Geldbörse liegt am Tatort. Die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev sucht ihn auf dem Hausboot auf: sie behauptet, durch Berührung Schicksale zu sehen, und glaubt, den Täter behandelt zu haben. Der Leiter der Mordkommission Philipp Stoya kennt Zorbach von früher und traut ihm nicht.
Lucia war Charlie. Ihr Mann schaut am Trauertag Aufnahmen, in denen sie ihn betrügt; die Kinder seien nicht von ihm. Zorbach und Alina geraten in einen Bungalow, dessen Keller eine lebendig verwesende Frau an Geräte koppelt – die Krankenschwester, die der Täter für die Wunde seiner Großmutter verantwortlich macht. Sauerstoff wird abgesaugt; sie überleben, weil ein Sonderkommando stürmt. Der Täter, der Volontär Frank Lahmann, schreibt der Chefredakteurin seine Kindheit: der Vater ließ die Söhne in einer Gefriertruhe, fünfundvierzig Stunden, der jüngere Bruder starb. Lea wird aus einem Kühlschrank befreit, Tobias aus einem unter Wasser stehenden Schacht.
Nicci ruft an: Julian ist weg, Nicci liegt mit gebrochenem Genick. Ein neues Ultimatum beginnt, das der Folgeband einlöst. Fitzek wechselt die Sicht: Zorbach, Stoya, das Kind Tobias, Alinas Bilder, zuletzt Lahmann. Die Motive bleiben die des Serienmörderbuchs – verletzte Kindheit, Prüfung der Väter, Trophäe –, die Frist hält die Spannung. Alinas Gabe ist das Übernatürliche im sonst nüchternen Berlin. Der Augensammler spielt Verstecken mit Kindern und mit dem Leser, der auf Seite 442 aufgefordert wird, nicht weiterzulesen. Die umgekehrte Paginierung und der Satz vom Ende, an dem er beginnt, gehören zur Maschine, nicht zur Tiefe. Trotzdem setzt sich die Frist, einmal gelesen, als Angst fest.
Einordnung
Wolfgang Höbel nannte im Spiegel eine grässliche Gewissheit; andere tadelten Klischees der Täterbiographie und die Nähe zu Folterfilmen. Fitzek schreibt flüssig, mit Abschnitten, die umkippen, bevor der Atem da ist. Der Augensammler hat eine Reihe eröffnet, in der Zorbach und Alina wiederkehren. Die Knaur-Taschenbuchausgabe paginiert gegen die Leserichtung, ein Kunstgriff, der zum Verkauf gehört. Berlin ist Schauplatz und Marke: Hausboot, Villa, Fabrikgelände, als wäre die Stadt eine Karte für das Versteckspiel.
Im deutschsprachigen Spannungsroman der zehner Jahre steht Fitzek für die spektakuläre Konstruktion, nicht für das milieutreue Protokoll. Wer nach Jeffery Deaver oder Sabine Thiesler Sammler liest, findet hier die Uhr und das Auge. Die Fortsetzung fängt den Sohn ein; der erste Band bleibt der, in dem die Frist erfunden und Berlin zur Suchkarte wird. Die Gewalt an Kindern ist der Einsatz, mit dem das Buch arbeitet; wer das nicht will, muss es liegen lassen, nicht verharmlosen. Die Hellsicht der Blinden ist der weiche Kern in einem sonst harten Verfahren.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
