Der Computer und das Gehirn

John von Neumann · 1958 · Sachbuch, Naturwissenschaft


Das Werk
Deutscher Titel: Der Computer und das Gehirn
Autor(en): John von Neumann
Originaltitel: The Computer and the Brain
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1958
Schlagwörter: Rechner, Gehirn, Architektur, Analog
Sachgebiete: Sachbuch, Naturwissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: S. Fischer


Umfang dieser Ausgabe: 120 Seiten
ISBN: 9783100860077
Verweise


Der Computer und das Gehirn (englisch The Computer and the Brain) ist die 1958 aus dem Nachlass herausgegebene Silliman-Vorlesung von John von Neumann. Die Maschine, deren Architektur seinen Namen trägt, wird mit dem Nervensystem verglichen – und der Vergleich fällt gegen die einfache Gleichsetzung aus.

Inhalt

Von Neumann beschreibt zuerst den Digitalrechner, wie er ihn mit den EDVAC-Berichten gesetzt hat: Speicher, in dem Programm und Daten dieselben Zellen teilen, arithmetische Einheit, Steuerung. Dann das Gehirn: langsamer in der Einzelschaltung, massiv parallel, analog und digital gemischt, ungenau in den Komponenten und zuverlässig im Ganzen. Die Logik der Maschine ist tief und die Komponenten zuverlässig; die Logik des Nervensystems scheint flacher und die Komponenten rauschend. Daraus folgt keine Mystik des Geistes. Es folgt, dass die Architektur, die den Rechner siegreich gemacht hat, nicht das Modell des Organs ist, das sie erfunden hat. Die Vorlesung bricht ab. Der Krebs ließ sie nicht enden.

Die Sprache ist die eines Mathematikers, der Ingenieur geworden war: nüchtern, ohne den Test, den Alan Turing 1950 als Spiel setzte. Von Neumann fragt nicht, ob Maschinen denken. Er fragt, wie zwei Systeme rechnen, die beide endliche Schaltungen sind und doch nicht dieselbe Ökonomie der Zeit und der Genauigkeit haben. Die Analogie, die Kybernetik oft großzügig zog, wird hier sparsam. Wo Wiener Organismus und Maschine unter Regelung stellte, stellt von Neumann die Hardware gegeneinander.

Unsicher bleibt, was aus dem Fragment folgt. Die Nachwelt hat es als Prophetie der Neuroinformatik gelesen und als Absage an den allzu siegesgewissen Digitalismus. Beides liegt im Text als Ansatz. Wer nur den Erbauer des Rechners sucht, findet hier die Selbstkritik. Wer nur das Gehirn sucht, unterschlägt, dass ohne die von-Neumann-Architektur der Vergleich keinen Pol hätte. Das Buch ist klein und hat die Debatte über Geist und Maschine um die Ökonomie der Schaltung ergänzt, die die Philosophie oft überspringt.

Einordnung

Die Vorlesung stellt Turings Über berechenbare Zahlen und Computing Machinery and Intelligence den Vergleich der Maschinen zur Seite, den Turing nicht führt. Die Kybernetik bleibt Nachbarschaft; von Neumann ist genauer in der Architektur und zurückhaltender in der Metaphysik. Wer nach 1958 Computer und Gehirn in einem Satz nennt, ohne beide gleichzusetzen, spricht in diesem Fragment.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.