Death 24x a Second
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Death 24x a Second |
| Autor(en): | Laura Mulvey |
| Originaltitel: | Death 24x a Second. Stillness and the Moving Image |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2006 |
| Schlagwörter: | Stillstand, Blick, Digitalität, Tod |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Medienwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reaktion Books
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| Umfang dieser Ausgabe: | 216 Seiten |
| ISBN: | 9781861892638 |
| Verweise | |
Death 24x a Second. Stillness and the Moving Image ist die 2006 erschienene Studie Laura Mulveys über den Film nach dem Zelluloid: der Stillstand, den die digitale Kopie sichtbar macht, der Tod, den 24 Bilder in der Sekunde verbergen und preisgeben. Mulvey, deren Aufsatz über das visuelle Vergnügen 1975 den Blick der Kamera als männliche Macht las, schreibt hier ein Buch – kein Manifest –, in dem das Anhalten des Bildes die Theorie verschiebt. Das Buch hat der Filmtheorie des neuen Jahrhunderts das Organon des Innehaltens gegeben.
Inhalt
Mulvey geht von der technischen Lage aus. Solange der Film im Saal lief, war Anhalten Sabotage; die DVD, die Datei, der Rechner erlauben, was die Theorie immer behauptete: dass Bewegung aus stillen Bildern besteht. Der Tod, den der Titel nennt, ist der des photographierten Körpers, den Barthes in der hellen Kammer festhielt, und der des Mediums Zelluloid, das verschwindet, indem es unbegrenzt kopierbar wird. Hitchcock, Rossellini, der verzögerte Blick auf das Gesicht: Mulvey analysiert, was geschieht, wenn die Zuschauerin das Bild anhält und den Blick beherrscht, den 1975 noch die Apparatur beherrschte.
Der Aufsatz »Visual Pleasure and Narrative Cinema« bleibt der Schatten, den dieses Buch nicht ersetzen will und nicht wiederholt. Dort der männliche Blick, die Frau als Bild, die Erzählung, die den Blick belohnt. Hier die Möglichkeit, denselben Blick zu unterbrechen, weil die Technik das Innehalten demokratisiert hat. Das ist keine Erlösung. Mulvey weiß, dass Macht nicht verschwindet, wenn man pausiert. Sie zeigt, dass die Filmtheorie nach dem Digitalen andere Fragen hat als die nach dem Saal der siebziger Jahre. Gegen Deleuze, der Typen der Bewegung setzt, setzt sie den Stillstand als das, was Bewegung erst lesbar macht.
Die Nähe zu Sontags Über Fotografie ist die des Bildes, das tötet, indem es festhält; die Differenz ist das Kino, das 24 Mal in der Sekunde den Tod verleugnet. Bazin balsamierte die Dauer; Mulvey balsamiert das Einzelbild, das die Dauer zerlegt. Wer nur den Aufsatz von 1975 kennt, hat das Buch nicht gelesen, in dem aus der Kritik des Blicks eine Theorie des Anhaltens wird. Wer nur das Digitale sucht, unterschlägt, dass Mulvey Hitchcock weiterliest, nicht die Plattform. Das Buch bleibt Filmtheorie, kein Nachruf auf das Kino.
Einordnung
Mulvey hat der Filmtheorie erlaubt, den berühmten Aufsatz nicht zum einzigen Werk zu machen. Neben Bazin, Deleuze und Sontag steht dieser Band als die Wende nach dem Zelluloid: der Blick, der anhalten kann. Die Debatte über den Blick und das Geschlecht hat den Aufsatz kanonisiert und das Buch oft übersehen; die Medientheorie hat das Digitale genommen und den Tod im Titel für Metapher gehalten. Wer heute Pause sagt und Macht meint, spricht Mulvey. Vierundzwanzig Mal in der Sekunde bleibt die Lüge der Bewegung – und das Maß, an dem das Innehalten scharf wird.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
