Das letzte Königreich

Bernard Cornwell · 2004 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Das letzte Königreich
Autor(en): Bernard Cornwell
Originaltitel: The Last Kingdom
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2004
Schlagwörter: Sachsen, Dänen, Northumbria, Eid
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Rowohlt


Umfang dieser Ausgabe: 480 Seiten
ISBN: 9783499242229
Verweise


Das letzte Königreich ist der 2004 erschienene erste Band der Uhtred-Romane von Bernard Cornwell, im Original The Last Kingdom, und erzählt, wie ein sächsischer Adelssohn unter Dänen aufwächst, während Wessex unter Alfred zum letzten angelsächsischen Königreich wird. Cornwell, der mit den Sharpe-Romanen die Napoleonzeit durchmessen hat, verlegt hier das Verfahren – Schlacht, Eisen, Spott auf fromme Rede – ins neunte Jahrhundert. Der Ich-Erzähler Uhtred spricht als alter Mann über die Kindheit, was dem Krieg den Glanz nimmt und ihm eine Rechnung gibt. 2007 kam die deutsche Übersetzung; später machte eine Fernsehserie den Stoff zum Bild. Das Buch ist der Ursprung, nicht die Serie.

Inhalt

Uhtred, Sohn des Ealdorman von Bebbanburg in Northumbria, sieht als Kind, wie dänische Schiffe die Küste nehmen. Der Vater fällt, der Onkel usurpiert die Burg, und Uhtred gerät als Geisel zu Ragnar, einem dänischen Jarl, der ihn wie einen Sohn aufzieht. Er lernt die Sprache, die Götter, das Beil und die Verachtung für Mönche, die das Unheil als Strafe Gottes verbuchen. Ragnars Halle ist roh und haltbar; Uhtred liebt sie. Ein Verrat aus der eigenen dänischen Umgebung zerstört diese Halle, Ragnar stirbt im Feuer, und Uhtred wird wieder herrenlos – zu sächsisch für die einen, zu dänisch für die anderen, und Bebbanburg bleibt das Ziel, das den ganzen späteren Zyklus trägt.

Er gerät in den Dienst Alfreds von Wessex, des frommen, kranken, unbeugsamen Königs, der die Dänen nicht nur schlagen, sondern ein Königreich mit Gesetz, Schreibern und einer Flotte bauen will. Uhtred verachtet Alfreds Priester und braucht Alfreds Auftrag, wenn er je die eigene Burg zurückhaben will. Cornwell führt Schlachten bei den Flüssen und an den Wällen als Handwerk vor: Schildwall, List, der Gestank, die Beute. Uhtred heiratet, unglücklich und politisch, und bleibt zwischen zwei Treuen: der zu den Dänen, die ihn geformt haben, und der zu einem Wessex, das ihn als Waffe nutzt. Der Band endet nicht mit Bebbanburg, sondern mit einer Entscheidung für Alfred in der Not, die noch keine Liebe ist.

Cornwell gibt den Dänen nicht die Rolle des reinen Barbaren und den Sachsen nicht die der Zivilisation. Die Dänen sind Eroberer mit Humor und Götterwitz; die Sachsen überleben durch Verwaltung und durch Männer wie Uhtred, die das Heidnische können. Alfred erscheint als Gegenspieler und als der Einzige, der das »letzte Königreich« zusammenhält, während Mercia, East Anglia und Northumbria fallen oder knien. Der Erzähler spottet über Heilige und lügt nicht über Angst. Wer den ersten Band als bloße Vorgeschichte der Serie liest, verfehlt den Ton: Hier spricht ein Mann, der beide Seiten verraten hat und beide noch im Mund führt.

Einordnung

Cornwell hat den historischen Roman der Schlacht um eine Stimme erweitert, die nicht feiert. Die Uhtred-Saga ist lang geworden; das erste Buch setzt die Regel: Bebbanburg als verlorenes Recht, Alfred als ungeliebter Herr, die Dänen als zweite Herkunft. Die Forschung zum neunten Jahrhundert wird benutzt, nicht ausgestellt; wo die Quellen schweigen, erfindet Cornwell Kämpfe, die sich wie Quellen lesen. Neben Die Säulen der Erde, die das Mittelalter als Baustelle der Kathedrale erzählen, steht dieser Band als Baustelle des Schildwalls. Die Fernsehserie hat Gesichter und Wege verschoben, oft zu Uhtreds Gunsten.

Wer nach Cornwell über Alfred den Großen spricht, als sei er nur Schulbuchklugheit, hat diesen Erzähler nötig: einen Heiden im Sold des Frommen. Das Buch bleibt bei der Stimme eines alten Mannes, der Schlachten erzählt, als zähle er Schulden. Wer den Titel für das Ende Englands hält, hat ihn richtig und falsch verstanden – Wessex ist das letzte Königreich der Sachsen, und der Roman ist der Anfang einer Wiedereroberung, die Uhtred nie ganz als die seine anerkennen wird. Der erste Band genügt, um den Zwiespalt zu verstehen; die Fortsetzungen dehnen ihn über Jahrzehnte.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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