Das Spiel der Könige
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Spiel der Könige |
| Autor(en): | Rebecca Gablé |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Bastei Lübbe |
| Serie: | Waringham-Saga |
| Erscheinungsjahr: | 2007 |
| Seitenanzahl: | 1200 Seiten |
| Originaltitel: | Das Spiel der Könige |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3404189140 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783404189144 |
| Schlagwörter: | Rosenkriege, England, Adel, Treue |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Das Spiel der Könige ist der 2007 erschienene historische Roman von Rebecca Gablé, der dritte Band der Waringham-Romane nach Das Lächeln der Fortuna und Die Hüter der Rose. Die Handlung umfasst mehr als dreißig Jahre der Rosenkriege, von Heinrich VI. bis zur Schlacht von Bosworth 1485, und bindet die erfundene Familie von Waringham an Lancaster, York und die Tudors. Gablé, Mediävistin, hat Stammbäume beigegeben, weil die historischen Personen sich in Vornamen und Verwandtschaft doppelten. Das Buch stand auf den Spiegel-Listen; es ist Unterhaltung mit Quellenkenntnis, kein Archiversatz. Der Titel meint das Thronspiel, nicht ein Brett.
Inhalt
Julian of Waringham wird achtzehn, als der Streit zwischen Lancaster und York England zerreißt. Heinrich VI. ist schwach, dem Gebet und der Schwermut zugeneigt; seine Frau Margarete von Anjou ist unbeliebt und kämpferisch. Julian hält, wie die Vorfahren Robin und John, zu Lancaster, auch wo der Zweifel berechtigt wäre. Nach der Schlacht von Towton 1461 kommt Edward von York auf den Thron. Edward, auf Versöhnung bedacht, zwingt Julian eine Ehe mit einer überzeugten York-Anhängerin auf; das Haus Waringham soll so gebunden, nicht vernichtet werden. Julians Zwillingsschwester Blanche gerät an einen Ehemann, der schon zwei junge Frauen unter die Erde gebracht hat; sie schlägt ihm die Hand ab und flieht. Später verbindet sie sich mit Jasper Tudor, Halbbruder des späteren Heinrich VII., ohne Kirchensegen, weil der erste Mann lebt und Rache sucht.
Die Könige wechseln, als wäre die Krone ein Einsatz. Heinrich VI. kehrt für Monate zurück, unfähig zu regieren; Edward IV. siegt erneut. Der Earl of Warwick, der Königsmacher, streckt nicht selbst die Hand nach der Krone aus, aber gegen ihn hält sich kein Anspruch. Julian und Jasper werden Seefahrer und Schiffseigner, organisieren den Widerstand über den Kanal, in Frankreich, der Bretagne, der Normandie. Waringhams Titel und Gut stehen immer wieder auf dem Spiel; die Familie entkommt dem Tod, verliert Land, gewinnt es, verliert es. Nach Edwards Tod lässt dessen Bruder Richard die Thronfolger, Edwards Söhne, beseitigen und nimmt als Richard III. die Krone. Henry Tudor, Earl of Richmond, verbringt die Kindheit als Geisel in Wales, das Exil in der Bretagne, und wartet.
1485 entscheidet Bosworth Field. Henry siegt, heiratet Elizabeth of York, vereint die Häuser dem Namen nach und begründet die Tudor-Herrschaft. Die Waringhams kehren aus dem Exil zurück; Blanche und Jasper, Julian und was von Treue und Zwangsehe übrig ist, stehen in einer Ordnung, die der Roman als Ende der Kriege erzählt, nicht als Gerechtigkeit im Einzelnen. Neben den Waringhams taucht die Familie Durham aus Gablés Der König der purpurnen Stadt auf. Die fiktiven Figuren sind gegenüber den historischen in diesem Band in der Minderzahl: Die Könige, Warwick, die Tudors führen, Waringham liefert den Blick, der nicht vom Hof allein kommt.
Einordnung
Gablé schreibt die englische Adelsgeschichte als Familiengeschichte: Wer die ersten beiden Waringham-Bände kennt, liest hier die Enkel; wer einsteigt, bekommt Stammbäume und trotzdem eine Fülle von Edwards, Henrys und Richards. Der Vergleich mit Ken Folletts Die Säulen der Erde liegt nahe und hinkt: Follett baut ein Haus, Gablé hält ein Haus durch Bürgerkriege. Ihre Stärke ist die Verknüpfung erfundener Vasallentreue mit verbürgten Schlachten; ihre Grenze ist die Lesbarkeit um den Preis, dass Gut und Lager oft klarer sind als in den Chroniken. Der versöhnliche Schluss nach Bosworth ist das Tudor-Bild der Schule, nicht die ganze Forschung.
Als dritter Band verlangt das Buch Geduld und belohnt sie mit dem langen Atem, den historische Taschenbücher selten wagen: zwölfhundert Seiten, dreißig Jahre, ein Land, das sich in Rosenfarben zerlegt. Wer nach den Rosenkriegen nur Shakespeare kennt, findet hier die Prosa dazwischen, populär, genau in den Daten, frei in den Herzen der Waringhams. Die Reihe ist weitergeführt worden; dieser Band bleibt der der Könige, weil die Krone selbst die Figur ist, um die Julian kreist, ohne sie zu wollen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
