Das Leben ein Traum
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Leben ein Traum |
| Autor(en): | Pedro Calderón de la Barca |
| Originaltitel: | La vida es sueño |
| Originalsprache: | spanisch |
| Erstveröffentlichung: | 1635 |
| Schlagwörter: | Traum, Freiheit, Turm, Polen |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 277 Seiten |
| ISBN: | 9783150185834 |
| Verweise | |
Das Leben ein Traum ist das 1635 aufgeführte Versdrama von Pedro Calderón de la Barca. König Basilio von Polen hat den Sohn Segismundo im Turm gehalten, weil die Sterne einen Tyrannen weissagten; ein Tag auf dem Thron soll die Probe sein. Das Stück fragt, ob Freiheit möglich ist, wenn die Welt ungewiss bleibt.
Inhalt
Rosaura, in Männerkleidern, stürzt mit dem Diener Clarín in die polnische Wildnis und findet den angeketteten Prinzen, der nicht weiß, warum er büßt. Basilio, Astronom und Vater, erklärt dem Hof die Furcht: Das Horoskop versprach ein Ungeheuer; er hat den Sohn weggeschlossen, um das Reich zu retten, und damit vielleicht erst das Ungeheuer gemacht. Man will Segismundo betäubt auf den Thron setzen, ihn herrschen lassen, und, falls er wütet, ihm sagen, es sei ein Traum gewesen, und ihn zurückbringen. Die List ist ein Experiment an einem Menschen. Clotaldo, Kerkermeister und Rosauras Vater, dient beiden Seiten.
Segismundo erwacht als Prinz, stürzt einen Diener vom Balkon, will Rosaura nehmen, droht dem Vater. Die Sterne scheinen recht zu behalten; man betäubt ihn erneut. Im Turm hält Clotaldo ihm vor, alles sei geträumt gewesen. Segismundo begreift die Lehre nicht als Verzicht, sondern als Maß: Wenn das Leben Traum ist, gilt trotzdem, Gutes zu tun, weil das Gute nicht träumt. Der Aufstand holt ihn ein zweites Mal auf den Thron, diesmal wach. Er besiegt den Vater, kniet, vergibt, nimmt die Krone als Pflicht, nicht als Rausch. Rosaura erhält den Mann, der ihre Ehre wiederherstellt; Clarín stirbt im Kugelhagel, der einzige, der den Traum als Ausrede wollte.
Das Stück schließt mit Ordnung: Hochzeit, Unterwerfung, der Vater im Amt des Belehrten. Die Härte bleibt im Anfang: Ein Kind sitzt im Turm, weil ein Horoskop es riet. Calderón lässt die Sterne nicht einfach lügen; er lässt sie eintreffen und überwindbar sein. Freiheit ist hier keine Stimmung, sie ist die Tat gegen den eigenen Zorn, nachdem man das Schlimmste schon war. Der Traum entschuldigt nichts. Er macht die Tat dringlicher, weil niemand weiß, wann er aufwacht.
Einordnung
Calderón hat dem spanischen Barock das philosophische Schauspiel gegeben, ohne die Bühne zur Schule zu machen. Neben Der Sturm, der den Magier die Vergebung wählen lässt, steht der Turm als Gegenstück: Prospero herrscht und lässt los; Segismundo wird beherrscht und lernt herrschen. König Lear teilt das Reich und fällt ins Nichts; Basilio teilt den Sohn vom Reich und fällt fast ebenso. Die Deutschen kennen den Stoff durch Grillparzer und Hofmannsthals Turm; die angegebene Reclam-Ausgabe ist zweisprachig. Faust will den Augenblick halten; Segismundo hält die Tat, auch wenn der Augenblick Traum wäre. Hamlet fragt, ob man sein muss; hier fragt man, ob man frei ist, wenn man nicht weiß, ob man wacht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
