Das Ei des Kolumbus und andere Irrtümer. 350 populäre Halbwahrheiten richtiggestellt

Pat Lauer · 2000 · Sachbuch, Essay


Das Werk
Deutscher Titel: Das Ei des Kolumbus und andere Irrtümer. 350 populäre Halbwahrheiten richtiggestellt
Autor(en): Pat Lauer


Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 2000
Schlagwörter: Irrtum, Halbwahrheit, Allgemeinwissen, Anekdote
Sachgebiete: Sachbuch, Essay
Greifbare Ausgabe
Verlag: Orbis


Umfang dieser Ausgabe: 288 Seiten
ISBN: 9783572011711
Verweise

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Das Ei des Kolumbus und andere Irrtümer. 350 populäre Halbwahrheiten richtiggestellt ist das 2000 bei Orbis in München erschienene Sachbuch von Pat Lauer. Der Band, eine genehmigte Sonderausgabe des Buch-und-Zeitschriftengeschäfts, nimmt alltägliche Weisheiten, Theorien und Gerüchte unter die Lupe: die zwölf Apostel, die dreizehnte Figur im Kreis, Guillotin, der die Maschine nicht erfunden hat, Luther, der die Thesen nicht an die Tür genagelt hat, das Jodeln, das nicht in den Alpen erfunden wurde. Orbis war der Ort der Sonderausgaben; der Band steht in der Nachbarschaft der Irrtumslexika, ohne deren Professorennamen zu tragen.

Inhalt

Lauer schreibt gegen das Wissen, das als Abendbrotsatz überlebt. Es waren nicht zwölf Apostel im engeren Sinn der späteren Zählung, die das Volksgedächtnis meint; die Guillotine trägt den Namen eines Arztes, der die Tötungsart humaner machen wollte, nicht den des Erfinders der Mechanik; Luthers Thesenanschlag ist eine schöne Szene der Nachwelt; das Jodeln hat mehr als eine Herkunft. Die Einträge laufen alphabetisch von Abendrot bis zu den späteren Buchstaben und mischen Natur, Geschichte, Sprache, Essen, Technik. Die Form ist die des Handbuches zum Blättern, kürzer als Krämer und Trenkler, ohne den Statistikgestus, der eine Zahl verdächtigt, weil sie rund ist.

Die Sammlung gehört in die Ware der Sonderausgabe: gebunden, bebildert oder wenigstens fest, zum Verschenken, wenn man den Geschmack nicht kennt. Gegenposition ist jedes Irrtumslexikon, das Quellen nennt, und jede Fachkritik, die denselben Stoff als Treppenwitz der Überlieferung schon länger kennt. Lauer bleibt Kompilator. Der Titel leiht sich das Ei, das Kolumbus nicht als Beweis der Entdeckung, sondern als Anekdote der Nachwelt gehört, und behauptet, 350 Halbwahrheiten ließen sich richtigstellen. Manche lassen sich; manche werden durch die Richtigstellung nur kleiner.

Unsicher wird der Band, wo die Sonderausgabe die Herkunft des Textes verwischt und wo die Kürze die Beleglage schluckt. Wer Krämer und Trenkler kennt, findet Wiederholung ohne den Namen. Wer nur dieses Buch kennt, hält die Gattung für eine Orbis-Idee. Wer eine Enzyklopädie sucht, findet ein Lesebuch der Richtigstellung. Neben Das Beste aus dem Lexikon der populären Irrtümer bleibt dies der unauffälligere Verwandte, der denselben Markt bedient hat.

Einordnung

Lauers Ei steht am Rand der Irrtumskonjunktur um 2000, als jedes Haus ein Alphabet der Halbwahrheiten brauchte. Es hat die Gattung nicht erfunden und nicht verschoben; es hat sie in die Sonderausgabe geholt. Wer nach diesem Band eine Abendweisheit hört, darf zweifeln, muss die Prüfung woanders nachholen. Der Name Pat Lauer ist hinter dem Titel zurückgetreten, das Verfahren nicht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.