Das Bevölkerungsgesetz
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Bevölkerungsgesetz |
| Autor(en): | Thomas Robert Malthus |
| Originaltitel: | An Essay on the Principle of Population |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1798 |
| Schlagwörter: | Bevölkerung, Knappheit, Armut, Nahrung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 326 Seiten |
| ISBN: | 9783423044134 |
| Verweise | |
Das Bevölkerungsgesetz ist die deutsche Fassung von Thomas Robert Malthus' 1798 zuerst anonym erschienenem Essay on the Principle of Population. Die späteren Auflagen hat Malthus erweitert, mit Reisen und Tabellen beladen und in der Schärfe gegen die Armenfürsorge gemildert, ohne die Pointe preiszugeben: Menschen vermehren sich, wo nichts sie hemmt, schneller als die Nahrung.
Inhalt
Malthus setzt zwei Sätze gegeneinander, die er für Natur hält. Die Bevölkerung wächst, unbegrenzt, geometrisch. Die Nahrung wächst, wenn überhaupt, arithmetisch, weil Boden und Ertrag sich nicht beliebig verdoppeln. Die Lücke füllen Hemmnisse. Die positiven sind grausam und zuverlässig: Hunger, Seuche, Kindstod, Krieg. Die präventiven sind sittlich und unsicher: späte Heirat, Enthaltsamkeit, die Weigerung, eine Familie zu gründen, die man nicht ernähren kann. Wo die präventiven ausbleiben, treten die positiven ein. Das ist das Gesetz, nicht die Prophezeiung eines bestimmten Jahres. Malthus schreibt gegen William Godwin und Condorcet, gegen die Hoffnung, Vernunft und Institutionen würden den Mangel abschaffen. Die Natur kehrt in der Zahl zurück.
Daraus folgt die Politik der Armut, die das Buch berüchtigt gemacht hat. Die englischen Armengesetze erscheinen als Anreiz zur Vermehrung ohne Brot: Wer dem Armen die Familie erleichtert, erzeugt mehr Arme, nicht weniger Elend. Hilf den gegenwärtigen Notleidenden, ohne die künftige Zahl zu erhöhen – so die spätere, mildere Fassung. Die erste ist kälter. Malthus kennt Mitleid und hält es für gefährlich, wo es die Ursache nährt, die es lindern will. Die zweite Auflage und die folgenden tragen Daten aus Skandinavien, Russland, der Schweiz; sie machen aus dem Pamphlet eine Untersuchung und lassen die Pointe stehen. Der Pfarrer spricht von Sittlichkeit, der Ökonom von Knappheit. Beides ist dasselbe Argument.
Unsicher bleibt, was gilt, wenn Erträge steigen und Geburten fallen. Das neunzehnte und das zwanzigste Jahrhundert haben beides erlebt, ohne dass die Frage der Tragfähigkeit verschwand. Darwin las das Buch und fand den Druck, der Auslese erklärt; die Eugenik las es als Erlaubnis, Arme für überzählig zu halten und ihnen das Gebären zu verleiden. Die Entwicklungspolitik hat Malthus bald als Propheten der Katastrophe, bald als Ankläger der Armen geführt. Der Ton der ersten Fassung ist der eines Gegners der Revolution in der Philosophie: gegen das vollkommene Menschengeschlecht die Zahl, die nicht mitvollkommt. Wer nur den Reaktionär sucht, findet ihn. Wer nur die Kurve sucht, unterschlägt, wem er das Recht auf Kinder bestritt.
Einordnung
Malthus hat der politischen Ökonomie die Knappheit als Natur gegeben und der Hilfsbereitschaft das Gewissen verdorben. David Ricardos Über die Grundsätze der politischen Ökonomie und der Besteuerung übersetzt denselben Druck in Rente und fallenden Profit. Charles Darwins Die Entstehung der Arten holt den Kampf um die Nahrung in die Abstammung. Die Hoffnung der Aufklärung auf unbegrenzten Fortschritt hat nach diesem Essay eine Zahl gegen sich. Wer ihn nur als Apologie der Besitzenden entsorgt, unterschlägt die Frage, die geblieben ist. Wer ihn nur als Gesetz der Natur rettet, unterschlägt die Politik der Armut, die er rechtfertigen half. Ein zweites, englisches Lemma neben dieser deutschen Fassung braucht es nicht: Dies ist der Essay.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
