Autor:Clemens J. Setz

1982
(Weitergeleitet von Clemens J. Setz)
Schriftsteller · Literatur · 20. Jahrhundert
Literatur


Clemens J. Setz, in Graz geboren, hat der deutschsprachigen Gegenwart den Roman gegeben, in dem das Seltsame nicht Fantastik ist, sondern genaue Beobachtung. Indigo von 2012 ist das Buch, das ihn über Graz hinausgetragen hat: Kinder, die eine Farbe ausstrahlen, an der Erwachsene erkranken, und ein Erzähler, der recherchiert, bis die Recherche selbst verdächtig wird.

Leben

Mathematik und Germanistik in Graz, frühe Preise, Romane, Gedichte, Übersetzungen. Der Umweg war die Mathematik: Wer Mengen und Beweise kennt, baut Handlungen als Systeme, die kippen. Er lebt in Wien. Die Bücher meiden die glatte Gegenwart und suchen Figuren, die zu viel wahrnehmen.

Wirkung

Setz hat eine Prosa gefunden, in der Empathie und Unheimlichkeit denselben Satz bewohnen. Indigo spielt mit Verschwörung und Fürsorge, ohne sich für eine Seite zu entscheiden; die Kinder von Helianau sind Opfer und Störung. Gegen die glatte Berliner Gegenwartsprosa steht hier Graz als Labor. Die späteren Bände haben das Verfahren erweitert, nicht gezähmt.

Gelesen wird er als Sonderling der Literatur, oft bewundert, selten nacherzählt. Wer nur das Skurrile will, unterschlägt die moralische Unruhe: Was darf man Kindern zumuten, die andere krank machen, ohne es zu wollen. Neben der österreichischen Tradition des Unheimlichen – vom Sandmann bis zum Nachkrieg – steht Setz als einer, der das Unheimliche in Schulen, Foren und Therapien legt.

Werke

In Auswahl außerdem: Söhne und Planeten, Die Stunde zwischen Frau und Gitarre, Der Trost runder Dinge.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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