Autor:Cicero

106 43 v. Chr.
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Cicero (106–43 v. Chr.), in Arpinum geboren, hat der römischen Republik die lateinische Sprache gegeben, in der sie sich als Sache des Volkes unter Recht begriff. De re publica fragt nach der besten Verfassung, De officiis nach der Pflicht, wenn die Republik schon kippt. Beides schrieb der Konsular, dem das Ruder entglitten war.

Leben

Ritterfamilie, der homo novus ohne senatorische Ahnen, Anwalt, 63 das Konsulat und die Niederschlagung Catilinas. Der Umweg ist der Sturz: Verbannung unter Clodius, Rückkehr ohne die alte Macht, dann die philosophischen Bücher, weil die Politik ihn nicht mehr trug. Nach Caesars Tod die Philippischen Reden gegen Marcus Antonius; die Proskription holte ihn bei Formiae ein. Die Hände und der Kopf wurden in Rom ausgestellt. De officiis ist der Brief an den Sohn, geschrieben auf dem Landgut, von der Stadt ausgeschlossen.

Wirkung

Cicero hat das Gemeinwesen als Sache eines durch Recht verbundenen Volkes bestimmt und die Mischverfassung – Konsuln, Senat, Volksversammlung – als römisches Maß gegen jede reine Form gesetzt. Pflicht ist das Ehrenhafte, das mit dem Nutzen zusammenfällt; was schändlich ist, nützt nicht. Das ist lateinische Antwort auf Platons Der Staat, mit Politikern statt Philosophenkönigen, mit Rom statt der entworfenen Polis. Das Somnium Scipionis wanderte eigenständig durch Spätantike und Mittelalter.

Die Nachwelt hat ihn zum Muster des Redners und zum Kronzeugen der Republik gemacht, von den Kirchenvätern über die Humanisten bis zu Immanuel Kant, der den Pflichtbegriff anders gründet. Niccolò Machiavelli trennt Nutzen und Tugend wieder. Wer Cicero nur als Stilisten nimmt, unterschlägt den Politiker, der Catilina opferte und Caesar den Tyrannen nannte. Wer nur den Republikaner rettet, unterschlägt, dass die Schriften die Niederlage nicht aufhalten konnten. Die Prosa blieb; die Republik nicht.

Werke

In Auswahl außerdem: De oratore, Catilinarien, De legibus.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.