Charles W. Mills (1951–2021), in London geboren und in Jamaika aufgewachsen, hat den Gesellschaftsvertrag als Rassenvertrag gelesen: Weißsein als stilles Abkommen über Herrschaft. The Racial Contract ist das Buch, das die politische Philosophie beim Wort der Aufklärung nimmt.
Leben
Kingston, Kanada, die Vereinigten Staaten, zuletzt am Graduate Center in New York. Der Umweg über die Karibik erklärt das Werk: Wer die Kolonie nicht als Ausnahme, sondern als Bedingung der Moderne kennt, glaubt Hobbes und Locke nicht ihre Unschuld. Mills blieb analytischer Philosoph, kein Pamphletist. Er starb 2021. Nicht zu verwechseln mit C. Wright Mills, dem Soziologen der Machtelite.
Wirkung
Mills hat Liberalismus und Vertragstheorie von innen geöffnet: Die Gleichheit galt den Weißen; der Rest war Natur, Arbeit, Grenze. Rasse ist keine Abweichung vom Vertrag, sie ist seine geheime Klausel. Die politische Theorie nach Rawls kommt an diesem Satz nicht vorbei, oft ohne ihn zu zitieren.
Die Kritik nannte das zu grob, zu wenig Geschichte. Wer Mills nur als Ankläger liest, unterschlägt die Genauigkeit, mit der er Kant und den Vertrag ernst nimmt. Wer nur die Anklage kennt, unterschlägt, dass das Buch eine Theorie der Ignoranz ist, nicht nur der Ausbeutung.
Werke
- The Racial Contract (1997)
In Auswahl außerdem: Blackness Visible, Black Rights/White Wrongs.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.