Autor:Burrhus Frederic Skinner
Burrhus Frederic Skinner (1904–1990), in Susquehanna in Pennsylvania geboren, hat die Psychologie als Naturwissenschaft des Verhaltens gebaut und die Innenwelt aus der Erklärung verwiesen. Verbales Verhalten überträgt die Lehre auf das Sprechen: Sprache ist kein Transport von Ideen, sondern Verhalten, das nur über andere Menschen wirkt.
Leben
Hamilton College, der Wunsch, Schriftsteller zu werden, ein leeres Jahr, dann Harvard. Der Umweg ist der gescheiterte Roman: wer keine gültigen Sätze über Seelen fand, maß, was Organismen tun, wenn Folgen eintreten. Die operante Konditionierung, der Versuchskasten, die Taube, die pickt, der Mensch, der verstärkt wird – daraus wurde eine Schule. 1957 das Sprachbuch; Noam Chomskys Besprechung von 1959 las es als Niederlage. Skinner hat öffentlich kaum geantwortet. Er starb in Cambridge in Massachusetts.
Wirkung
Skinner hat Bedeutung nach außen verlegt, in die Bindung von Lage, Verhalten und Folge. Wer „Wasser“ sagt, wird nicht vom Glas verstärkt, sondern vom Zuhörer, der es bringt. Die Einheit sprachlichen Verhaltens – Bitte, Benennung, Wiederholung, die Sprache über die eigene Sprache – sollte ohne neue Gesetze auskommen. Ludwig Wittgensteins Satz, die Bedeutung eines Wortes sei sein Gebrauch, steht dieser Wendung nahe, ohne dass Skinner ihn brauchte. In der klinischen Arbeit mit Sprachstörungen und im Unterricht von Kindern mit Autismus hat die Funktionslehre Spuren hinterlassen; die akademische Psychologie kennt den Band oft nur noch als Folie für Chomsky.
Die Besprechung von 1959 wurde zur Gründungsszene der Kognitionswissenschaft, ungeachtet der Frage, ob sie Skinners Begriffe getroffen hat. Wer Sprache als inneres System sucht, geht zu Chomsky; wer sie als Wirkung auf Zuhörer sucht, bleibt bei Skinner. Eine deutsche Ausgabe von Verbal Behavior fehlt. Das Missverständnis ist, hier eine Grammatik zu erwarten. Es ist eine Lehre des Gebrauchs, hartnäckig und begrenzt: was nicht als Verhalten mit Folgen gefasst werden kann, zählt nicht als Erklärung. Ob dort genug Platz ist für das, was Menschen sagen, wenn sie Neues sagen, bleibt die offene Stelle.
Werke
- Verbales Verhalten (1957)
In Auswahl außerdem: Walden Two, Wissenschaft und menschliches Verhalten, Jenseits von Freiheit und Würde.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.