Brockhaus! Was so nicht im Lexikon steht. Kurioses und Schlaues aus allen Wissensgebieten
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Brockhaus! Was so nicht im Lexikon steht. Kurioses und Schlaues aus allen Wissensgebieten |
| Autor(en): | Joachim Heimannsberg
|
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1996 |
| Schlagwörter: | Kuriosum, Lexikon, Wissen, Konversation |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Essay |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | F. A. Brockhaus
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 256 Seiten |
| ISBN: | 9783765315510 |
| Verweise | |
|
- | |
Brockhaus! Was so nicht im Lexikon steht. Kurioses und Schlaues aus allen Wissensgebieten ist das 1996 bei F. A. Brockhaus in Mannheim erschienene Sachbuch von Joachim Heimannsberg, mit Zeichnungen von Michael Meier. Das Haus, das den deutschen Namen für das Konversationslexikon trägt, legt einen schmalen Band vor, der genau das sammelt, was in den großen Bänden keinen eigenen Artikel bekommt oder dort erstickt: Kurioses, Schlaues, den Splitter, der am Tisch glänzt. 256 Seiten, fest oder als Taschenbuch, der Ausrufungszeichen-Titel als Witz auf die eigene Würde. Kalender und spätere Drucke haben den Fundus weiterverwertet.
Inhalt
Heimannsberg schreibt gegen das Lexikon, indem er es zitiert. Der Brockhaus steht für Vollständigkeit, Prüfung, den Artikel, der eine Sache zu Ende erklärt; dieser Band steht für den Rest, der übrigbleibt, wenn die Sache zu Ende erklärt ist: die Zahl, die nicht ins System passt, die Anekdote, die kein Lemma verdient, die Verbindung, die das Alphabet trennt. Die Ausstattung – klein, mit Sinn für das Bild – macht aus dem Band ein Hausbuch, das man liegenlässt und wieder aufschlägt. Der Verfasser ist Sammler im Auftrag der Marke: der Name Brockhaus bürgt, das Ausrufungszeichen zwinkert.
Die Nähe zu den schönen Wissensbüchern der neunziger Jahre ist unübersehbar, noch bevor Schott und Ankowitsch denselben Markt auf Deutsch füllten. Gegenposition ist jeder echte Brockhaus, der Vollständigkeit verspricht, und jede Enzyklopädiekritik, die im Spielwissen nur die Ware der gebildeten Mitte sieht. Heimannsberg will brillieren lassen, ohne den großen Artikel zu ersetzen. Dr. Ankowitschs Kleines Konversations-Lexikon hat dasselbe Verfahren acht Jahre später als Autorenschaft vorgeführt; 1996 trug noch der Verlagsname die Pointe.
Unsicher wird das Büchlein, wo das Kuriosum zum Zweck wird und das Wissen zum Schmuck. Der Brockhaus, der »so nicht im Lexikon steht«, behauptet eine Lücke, die das Haus selbst gelassen hat, und füllt sie als Ware. Wer nur die Schläue sucht, findet Splitter. Wer ein Lexikon sucht, findet ein Essay in Listen. Die Kalender haben den Fundus in den Alltag der Küche geholt; der Band von 1996 bleibt die gebundene Form derselben Idee.
Einordnung
Heimannsberg hat der Marke Brockhaus das Unnötige zurückgegeben, das die großen Ausgaben auslagern. Der Band steht am Anfang der deutschen Konjunktur der schönen Wissensbücher und neben dem Konversationslexikon, das er zitiert, indem er es verweigert. Wer nach diesem Büchlein über Allgemeinwissen spricht, als wäre es eine Prüfung, hat das Ausrufungszeichen nicht verstanden; wer nur den Witz will, unterschlägt, dass der Name Brockhaus eine Behauptung über Zugehörigkeit bleibt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
