Bluthochzeit

Federico García Lorca · 1933 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Bluthochzeit
Autor(en): Federico García Lorca
Originaltitel: Bodas de sangre
Originalsprache: spanisch
Erstveröffentlichung: 1933
Schlagwörter: Ehre, Blut, Hochzeit, Andalusien
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 80 Seiten
ISBN: 9783150076886
Verweise


Bluthochzeit ist die Tragödie von Federico García Lorca, 1933 in Madrid uraufgeführt, erstes Stück der ländlichen Trilogie, zu der später Yerma und Bernarda Albas Haus gehören. Ein Bräutigam holt die Braut; der ehemalige Geliebte Leonardo holt sie vom Fest; am Ende liegen zwei Männer im Wald, und die Frauen zählen das Blut. Lorca hat Folklore und Vers so verbunden, dass das Lied keine Idylle ist, sondern die Gewalt selbst.

Inhalt

Die Mutter des Bräutigams hasst Messer, weil Messer ihr den Mann und den älteren Sohn genommen haben. Der Bräutigam will heiraten, Weinberge, Ruhe. Die Braut lebt bei der Witwe, dem Vater, auf dürren Land; sie sagt ja und ist nicht frei. Leonardo, verheiratet, Vater eines Kindes, reitet nachts an ihrem Haus vorbei. Die Nachbarin warnt. Die Mutter zählt die Verwandtschaft der Braut und findet den Namen, den sie fürchtet: Leonardo gehört zu dem Geschlecht, das schon einmal Blut vergossen hat.

Die Hochzeit wird vorbereitet. Leonardo kommt mit der Frau, die er nicht liebt. Der Vers hebt an: Holzfäller, Mond, Bettlerin, die Figuren, die keine Psychologie mehr sind, sondern das Schicksal als Stimme. Die Braut flieht mit Leonardo mitten im Fest. Der Bräutigam und die Sippe hetzen. Im Wald, unter dem Mond, der das Blut will, finden sich die beiden Männer. Sie töten einander. Die Braut bleibt lebend zurück, in Schwarz, und verlangt den Tod, den das Haus ihr nicht gibt.

Die Mutter empfängt die Toten, ohne zu schreien, wie sie es gelernt hat. Das Messer hat wieder gesiegt. Lorca lässt das Lied und die Klage den letzten Akt tragen; die Handlung ist einfach, die Sprache nicht. Wer nur den Ehebruch sucht, unterschlägt die Mutter. Wer nur das Andalusien der Postkarten sucht, unterschlägt, dass der Mond hier ein Mörder ist.

Einordnung

Lorca hat die Ehre als Hausordnung erzählt, die Frauen und Männer tötet, ohne dass ein Staat eingriffe. Die ländlichen Stücke brauchen keine Soldaten; die Verwandtschaft genügt. Neben Bernarda Albas Haus, das Frauen hinter schwarze Wände sperrt, ist Bluthochzeit das Stück der Flucht, die nicht rettet. 1936 haben Falangisten den Dichter erschossen; das Werk ist ohne diese Tat nicht zu lesen, und es ist größer als das Märtyrertum.

Man hat das Drama zum Ballett, zur Oper, zum touristischen Andalusien gemacht. Die Genauigkeit bleibt: wie eine Tür fällt, wie ein Pferd schwitzt, wie ein Name nicht genannt werden darf. Wer nach Lorca über Blut und Ehre auf der Bühne spricht, spricht hinter diesem Stück. Reclam hat den schmalen Text zweisprachig und einsprachig gehalten; der Vers muss hörbar bleiben, sonst wird aus der Tragödie ein Dreiecksstoff.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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