Bilingual Today, French Tomorrow

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Bilingual Today, French Tomorrow
Autor(en): James Vernon Andrew
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: BMG Publishing
Serie:
Erscheinungsjahr: 1977
Seitenanzahl: 120 Seiten
Originaltitel: Bilingual Today, French Tomorrow: Trudeau’s Master Plan and How It Can Be Stopped
Originalsprache: englisch
ISBN-10:
ISBN-13/

EAN-Code:

Schlagwörter: Zweisprachigkeit, Kanada, Sprache, Trudeau
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Rezensionen


Bilingual Today, French Tomorrow ist die 1977 bei BMG Publishing erschienene Streitschrift des ehemaligen kanadischen Marineoffiziers James Vernon Andrew, genannt Jock Andrew. Der Untertitel nennt den angeblichen Meisterplan Pierre Trudeaus und den Weg, ihn zu stoppen. Andrew behauptet, die amtliche Zweisprachigkeit Kanadas sei kein Ausgleich zwischen Englisch und Französisch, sondern eine List, das Land einsprachig französisch zu machen, indem man die Anglokanadier benachteilige. Eine deutsche Ausgabe gibt es nicht; der Titel wird unter dem englischen Wortlaut geführt. Das Buch zählt als Dokument einer Sprachangst, nicht als Sprachwissenschaft.

Inhalt

Andrew schreibt gegen die Bundespolitik der amtlichen Zweisprachigkeit, die Trudeau seit den späten sechziger Jahren vorantrieb. Was als Schutz der frankophonen Minderheit und als gerechte Teilhabe am Staatsdienst erschien, liest er als Umkehrung der Diskriminierung: englischsprachige Kanadier würden aus Ämtern, Beförderungen und dem öffentlichen Leben gedrängt, weil sie nicht französisch könnten, während die Gegenrichtung unsichtbar bleibe. Die Zweisprachigkeit von heute sei das Französisch von morgen. Der Ton ist der des Alarmrufs, den ein Offizier im Ruhestand an die Mehrheit richtet. Andrew denkt Sprache als Besitzstand, nicht als Verhältnis. Wer die zweite Sprache zur Bedingung des Amts macht, so die Behauptung, tauscht die Mehrheit aus.

Die Belege, die er anführt, sind Beispiele aus Verwaltung, Streitkräften und Schulpolitik, gelesen als Stufen eines Plans. Trudeau erscheint nicht als Vermittler zwischen den Sprachgruppen, sondern als Stratege einer stillen Eroberung. Andrew fordert Widerstand: die Bewahrung des Englischen als selbstverständliche Sprache des Landes, die Abwehr von Quoten und Sprachprüfungen, die Gründung von Gegenorganisationen. Er schreibt als Offizier, der Befehlsketten kennt und die Sprache des Staatsdienstes für eine solche Kette hält. Das Buch hat, wie die Forschung später festhielt, zur Gründung der Alliance for the Preservation of English in Canada beigetragen, eines Interessenverbands, der die Zweisprachigkeit bekämpfte. Sheila McLeod Arnopoulos hat die Wirkung in Ontario beschrieben; Ofelia García und Colin Baker nennen den Titel als Beispiel einer politischen Gegenbewegung gegen zweisprachige Bildung.

Das Buch wird unsicher, wo aus der Kritik an Verwaltungsregeln eine Verschwörung wird. Die amtliche Zweisprachigkeit war ein Versuch, Quebec im Bund zu halten und frankophone Rechte zu sichern, nicht ein Plan zur Auslöschung des Englischen. Andrew weiß, dass er überspitzt, und setzt auf die Zuspitzung. Gegner haben den Text als fremdenfeindlich gegen die Frankophonie gelesen, Anhänger als Notwehr der Mehrheit. Der Ton ist der der Flugschrift, grob und eingängig, ohne die Sorgfalt der kanadischen Sprachsoziologie. Die Grenze, die er zieht – heute zwei Sprachen, morgen eine, und zwar die andere –, ist eine Angstfigur, keine Prognose, die eingetroffen wäre.

Einordnung

In Kanada der siebziger Jahre gehörte das Buch auf die Seite derer, die Trudeaus Sprachpolitik als Zumutung der führenden Schichten empfanden. Es hat eine Bewegung gespeist, die Englisch als bedroht darstellte, obwohl es die Mehrheitssprache blieb. Die Forschung zur zweisprachigen Bildung führt es als Gegenstimme, nicht als Quelle. Eine deutsche Debatte hat es nicht gegeben; wer hier über Amtssprachen und Minderheitenrechte spricht, tut es an anderen Beispielen.

Geblieben ist ein Titel, der die Pointe im Namen trägt und die Furcht einer Mehrheit vor der zweiten Sprache festhält. Wer die Geschichte der kanadischen Sprachkonflikte nach 1969 schreibt, stößt auf Andrew, auch wenn er ihn für irrig hält. Die englische Originalausgabe hat den streitenden Atem bewahrt; er ist älter geworden und als Zeugnis einer Gegenbewegung lesbar, nicht als Lehre. Das Englische ist in Kanada die Mehrheitssprache geblieben; die Angst hat sich nicht erfüllt, die Bewegung hat Spuren hinterlassen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.