Ben Hur
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Ben Hur |
| Autor(en): | Lew Wallace |
| Originaltitel: | Ben-Hur: A Tale of the Christ |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1880 |
| Schlagwörter: | Judäa, Galeere, Wagenrennen, Glaube |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 621 Seiten |
| ISBN: | 9783423139458 |
| Verweise | |
Ben Hur ist ein Roman des amerikanischen Generals und Politikers Lew Wallace, 1880 in New York erschienen als Ben-Hur: A Tale of the Christ. Er erzählt das Leben des jüdischen Fürsten Judah Ben Hur im ersten Jahrhundert, parallel zur Lebensgeschichte Jesu, vom Unglück in Jerusalem bis zum Wagenrennen und zur Bekehrung. Wallace, selbst kein Berufsschriftsteller, hat einen der größten Bucherfolge des neunzehnten Jahrhunderts geschrieben; zeitweise galt der Band als das nach der Bibel meistgedruckte Buch Amerikas. Deutsch lag er seit 1887 vor. Die Filme, vor allem 1959 mit Charlton Heston, haben den Roman oft ersetzt; er ist frommer, breiter und politischer als die Rennszenen.
Inhalt
Judah Ben Hur, Sohn eines reichen Hauses in Jerusalem, ist Freund des Römers Messala. Die Freundschaft zerbricht an der Besatzung: Messala will den Juden den römischen Stolz einimpfen, Judah bleibt bei seinem Volk. Als vom Dach der Hur ein Ziegel den Statthalter Valerius Gratus streift, nutzt Messala die Gelegenheit: Judah geht auf die Galeere, Mutter und Schwester Tirzah in den Kerker, das Haus wird beschlagnahmt. Auf dem Schiff rettet Judah den Tribun Quintus Arrius nach einer Seeschlacht; Arrius adoptiert ihn, macht ihn zum Wagenlenker und Erben. Judah kehrt reich und trainiert nach Judäa zurück, nicht um zu vergeben, sondern um Rache und Aufstand vorzubereiten.
In Antiochia trifft er Simonides, den treuen Verwalter des Hauses Hur, und dessen Tochter Esther. Er trifft Balthasar, einen der Magier aus dem Morgenland, der den Messias sucht, und Iras, Balthasars Tochter, die Judahs Stolz will, nicht seinen Glauben. Das Wagenrennen im Zirkus gegen Messala ist die öffentliche Abrechnung: Judah siegt, Messala stürzt, bleibt gelähmt, ruiniert, hasserfüllt. Die Rache hat ein Gesicht und keine Ruhe. Mutter und Tirzah sind aus dem Kerker als Aussätzige entlassen; Judah sucht sie und findet sie erst spät, im Tal der Kranken. Parallel zieht Jesus durchs Land. Wallace lässt Judah den Nazarener mehrfach begegnen, ohne ihn zur Romanfigur mit Innenleben zu machen: Wasser auf der Galeere, die Bergpredigt am Rand, das Kreuz.
Judah sammelt Männer für den Aufstand, sieht den Einzug in Jerusalem, die Verurteilung, die Kreuzigung. Am Kreuz fällt Blut auf die Aussätzigen; Mutter und Schwester genesen. Judah gibt den Krieg auf, nicht aus Schwäche, sondern weil die Botschaft des Gekreuzigten den Hass auf Messala und auf Rom nicht mehr trägt. Er heiratet Esther, nicht Iras; Iras und der gelähmte Messala enden in der Intrige. Wallace hat den historischen Roman als Bekehrungsgeschichte geschrieben: Rache, Rennen, Reichtum sind die erste Hälfte, der Glaube die zweite. Wer nur das Rennen kennt, kennt Messalas Sturz, nicht Judahs.
Einordnung
Wallace schrieb gegen den Zweifel seiner Zeit an der Historizität Jesu und lieferte zugleich das spektakulärste Laienspiel des Historismus: Galeere, Zirkus, Kreuz. Das Buch hat Theaterfassungen, einen urheberrechtlich berüchtigten Film von 1907, den Stummfilm von 1925 und den Monumentalfilm von 1959 hervorgebracht, der das Wagenrennen zum Inbegriff des Ausstattungskinos machte. Jede Fassung kürzt die Frömmigkeit und streckt die Pferde. Der Roman bleibt ein christliches Erbauungsbuch mit Abenteuergerüst, näher beim Erweckungston als bei der modernen Skepsis.
Die dtv-Ausgabe nach Günter Jürgensmeier hält einen vollständigen, sprachlich geglätteten Text greifbar. Wallace, General der Nordstaaten und später Gouverneur von New Mexico, hat den Nahen Osten aus Büchern gekannt; die Farben sind die des Historienbildes. Neben anderen Christusromanen des Jahrhunderts steht Ben Hur als der, den jeder kannte, auch wer keine Predigt wollte: weil Messala stürzt. Dass Judah den Aufstand begräbt, ist die theologische Spitze, die die späteren Filme oft als Nachspann behandeln. Im Buch ist sie der Schluss, auf den die Galeere zuläuft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
