Autor:Wolfgang Engler

1952

Wolfgang Engler (geb. 1952), in Dresden geboren, hat die Ostdeutschen als Gesellschaft beschrieben, die die Bundesrepublik nicht als Restposten, sondern als Erfahrung mitbringt. Bürger, ohne Arbeit von 2005 verlangt, das Recht auf Arbeit durch ein Recht auf Einkommen zu ersetzen.

Leben

Polytechnische Oberschule in Ostberlin, Facharbeiter für Datenverarbeitung, Abitur an der Volkshochschule, Philosophie an der Humboldt-Universität, Akademie der Wissenschaften, ab 1981 die Schauspielschule, die später Ernst Busch hieß. Der Umweg ist 1990: Gastdozenturen im Westen, Feuilleton der Zeit, Professur für Kultursoziologie, von 2005 bis 2017 Rektor – damals der einzige ostdeutsch sozialisierte Leiter einer Hochschule. Er schreibt weiter in Berlin.

Wirkung

Engler hat den Staatssozialismus als zivilisatorische Lücke und die Ostdeutschen als Kundschafter eines verlorenen Landes gelesen, später als Avantgarde einer Gesellschaft, die Arbeit nicht mehr als Lebenskern setzen kann. Bürger, ohne Arbeit wendet die Diagnose auf Ost und West: wo Erwerb knapper wird, muss Bürgerstatus vom Arbeitsvertrag gelöst werden. Mit Jana Hensel das Gesprächsbuch über das Ostdeutschsein; zuletzt Bruchstücke eines Lebens.

Die westdeutsche Soziologie hat ihn oft als Zeitdiagnostiker des Ostens abgelegt, die Theaterwelt als Rektor, der die Standorte auf einem Gelände zusammenführte. Wer Engler nur als Ostalgiker liest, unterschlägt die Forderung nach einem Recht auf Einkommen, bevor die spätere Debatte das Grundeinkommen zum Losungswort machte. Wer nur den Hochschulmann nimmt, unterschlägt die Prosa, die Lebensformen beschreibt, ohne sie zum Brauchtum zu machen. Der Bürger ohne Arbeit ist kein Arbeitsloser im alten Sinn; er ist die Figur einer Gesellschaft, die Beschäftigung nicht mehr an alle verteilt.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Ostdeutschen, Die zivilisatorische Lücke.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.