Autor:Walter Schulz

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Walter Schulz (1912–2000), in Gnadenfeld in Oberschlesien geboren, hat der Philosophie nach dem Ende der Metaphysik eine Aufgabe gelassen: kritische Instanz des Denkens an der gebrochenen Subjektivität. Philosophie in der veränderten Welt von 1972 ist das Tübinger Hauptwerk dieser Ortsbestimmung.

Leben

Pädagogium der Brüdergemeine in Niesky, Marburg bei Löwith, Gadamer und Bultmann, 1939 mit Gadamer nach Leipzig, Krieg, schwere Verwundung, 1944 Promotion über den Phaidon. Habilitation 1951 in Heidelberg über Schellings Spätphilosophie als Vollendung und Scheitern des deutschen Idealismus. Der Umweg ist Tübingen ab 1955: überfüllte Hörsäle neben Ernst Bloch, Absage an Heideggers Freiburger Nachfolge. Emeritierung 1978, Tod 2000 in Tübingen.

Wirkung

Schulz hat die neuzeitliche Metaphysik bis zu ihrem Gott verfolgt und dann erklärt, warum dieser Rückhalt entfallen ist, ohne dass das Philosophieren überflüssig würde. Die veränderte Welt meint Verwissenschaftlichung und den Verlust des Gesamtentwurfs; Philosophie fundiert die Wissenschaften nicht mehr, sie erhellt die Gegenwart, ohne sie auf den Begriff zu bringen. Subjektivität bleibt paradox: sie transzendiert sich und wird die Perspektive nicht los.

Das Buch fand ein weites Echo und mehrere Auflagen; Der Gott der neuzeitlichen Metaphysik und Ich und Welt gehören dazu. Die Schule hat ihn weniger zitiert als Heidegger und Habermas, die Hörsäle kannten ihn besser. Wer Schulz nur als Schelling-Forscher liest, unterschlägt die Zeitdiagnose. Wer nur die veränderte Welt nimmt, unterschlägt, dass der Idealismus bei ihm nicht entsorgt, sondern zu Ende gedacht wird. Melancholie im Alter, linksliberale Sympathie für 1968: beides steht in den Berichten, nicht als System.

Werke

In Auswahl außerdem: Der Gott der neuzeitlichen Metaphysik, Ich und Welt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.