Autor:Theodor Fontane
Theodor Fontane (1819–1898) schrieb auf Deutsch in Berlin und hat dem Gesellschaftsroman die leise Katastrophe gegeben. Effi Briest erzählt keinen Skandal, sondern wie eine Ordnung eine junge Frau verbraucht und danach von Schuld spricht.
Leben
Geboren in Neuruppin als Sohn eines Apothekers, selbst Apotheker, dann Journalist, Kriegsberichterstatter, Theaterkritiker. Der Umweg war die Verspätung: Die großen Romane entstanden, als er schon alt war, nach Balladen und den Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Er starb in Berlin.
Wirkung
Fontane lässt reden, bis die Gesellschaft sich selbst verrät. Adlige, Beamte, Pastoren sprechen in seinen Büchern so, wie sie sprechen müssen, und genau darin liegt das Urteil. Effi Briest hat das Duell und den Ehebruch genommen und daraus eine Studie über Abstand gemacht: zu weit fort, zu spät, zu genau.
Thomas Mann hat den Roman zur Weltliteratur gezählt; die Schule hat ihn zum Prüfungsstoff gemacht. Wer nur die Affäre nimmt, unterschlägt den Ton, der nichts anklagt und alles zeigt. Neben Storm steht er als der andere große Realist des Jahrhunderts – der, der die Stadt und den Hof ins gleiche Register nahm.
Werke
- Effi Briest (1895)
In Auswahl außerdem: Irrungen, Wirrungen, Frau Jenny Treibel, Der Stechlin.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.