Autor:Richard Wagner
Richard Wagner (1813–1883), in Leipzig geboren und in Venedig gestorben, hat Oper und Drama zum Musikdrama zwingen wollen. Oper und Drama, 1851 im Zürcher Exil geschrieben, erklärt die überlieferte Oper für gescheitert und entwirft das Zusammenbinden der Künste, das Bayreuth später aufführte. Der Antisemitismus seiner Schriften gehört zur Wirkung, nicht neben sie.
Leben
Beamtensohn, früher Tod des Vaters, das Theater der Geschwister, Chordirektor und Kapellmeister, Schulden, Paris, Dresden. 1849 die Beteiligung am Maiaufstand, Steckbrief, Flucht in die Schweiz. Der Umweg ist dieses Exil: Wer die Revolution verloren hat, schreibt der Kunst zu, was die Politik nicht leistete, und denkt den Ring, bevor er erklingt. König Ludwig II. von Bayern tilgte die Schulden; Bayreuth wurde der Ort. Er starb in Venedig.
Wirkung
Wagner hat das Musiktheater umgestellt: Leitmotiv, unsichtbares Orchester, der Anspruch, Dichtung und Ton so zu verschmelzen, dass der Effekt – Wirkung ohne Ursache, festgemacht an Giacomo Meyerbeer – weiche. Richard Strauss nannte die Schrift das Buch aller Bücher über Musik. Die Nachfolge reicht in die Filmtonspur, die mit Erinnerungsmelodien arbeitet, ohne den Mythos zu teilen. Friedrich Nietzsche pries und verwarf ihn.
Die politische Last ist nicht abzutrennen. Das Judenthum in der Musik und weitere Äußerungen machen Wagner zum obsessiven Antisemiten; der Nationalsozialismus erhob die Werke zum Staatskult. Wer nur den Theoretiker des Musikdramas rettet, unterschlägt die Feinderklärung. Wer ihn nur als Vorläufer Hitlers entsorgt, unterschlägt, warum die Partituren weiterwirken. Beides gehört in denselben Namen.
Werke
- Oper und Drama (1851)
In Auswahl außerdem: Das Kunstwerk der Zukunft, Eine Mittheilung an meine Freunde.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.