Autor:Martin Luther
Martin Luther (1483–1546), in Eisleben geboren, hat die Heilige Schrift ins Deutsche geholt und damit die Reformation getragen. Die Lutherbibel hat die gemeinsame Schriftsprache geprägt – und denselben Mann, der sie schuf, nicht vor dem Hass des Alters bewahrt.
Leben
Bergmannssohn, Mönch, Wittenberger Professor. Der Umweg war eine Flucht: Nach dem Wormser Reichstag saß er als Junker Jörg auf der Wartburg und übersetzte in elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen des Erasmus. Das Alte Testament kostete zehn Jahre; 1534 druckte Hans Lufft die vollständige Bibel. Luther hat die Bauern von 1525, die dasselbe Buch lasen, danach zum Erschlagen empfohlen. Er starb in Eisleben. Die Schriften gegen die Juden kamen spät und wurden vier Jahrhunderte später als Berufung gebraucht.
Wirkung
Wer im Norden oder Süden gelesen werden wollte, schrieb fortan in Luthers ostmitteldeutscher Sprachform. Aus dem Buch stammen Wendungen, die niemand mehr zuordnet, und der Grundsatz, dass die Schrift für sich selbst spricht – überprüfbar, weil jeder nachlesen kann. Theologisch war die Übersetzung der Angriff; sprachlich war sie die Einigung.
Die Kirche hat ihn zum Gründer gemacht, die Nation zum Sprachschöpfer, der Nationalsozialismus zum Kronzeugen gegen die Juden. Nichts davon ist die ganze Gestalt. Das Buch bleibt dasjenige, das die deutsche Sprache am stärksten geformt hat. Der Schatten gehört dazu.
Werke
- Die Lutherbibel (1534)
In Auswahl außerdem: Von der Freiheit eines Christenmenschen, Sendbrief vom Dolmetschen, Großer Katechismus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.