Autor:Leopold von Ranke
Leopold von Ranke (1795–1886), in Wiehe an der Unstrut geboren, hat die Geschichtsschreibung auf die Quelle verpflichtet und der Kirchengeschichte die Apologetik genommen. Die römischen Päpste zeigen, wie ein Amt Politik macht – nicht wie ein Glaube wahr ist.
Leben
Sohn eines sächsischen Juristen, Gymnasiallehrer, dann seit 1825 Professor in Berlin. Der Umweg, der das Werk erklärt, war kein Schlachtfeld, sondern das Archiv: venezianische Gesandtschaftsberichte, die Relationen von Männern, die an ihre Signoria schrieben, nicht an die Nachwelt. Ranke hat Europa gelesen, wo andere Europa erzählten. Er starb in Berlin als der Historiker, den das 19. Jahrhundert zum Maß machte.
Wirkung
Das Wort, Geschichte wolle bloß zeigen, »wie es eigentlich gewesen«, steht im Vorwort von 1824; in den Päpsten ist es durchgeführt. Ranke hat die politische Historie des Jahrhunderts auf Akten gestellt und Protestant wie Katholik mit derselben Nüchternheit behandelt. Die Konfession erklärt den Streit, sie richtet ihn nicht.
Später blieb oft nur der Satz, und die Päpste fielen weg. Die Nationalgeschichten haben ihn als Kronzeugen der Objektivität missbraucht, die Sozialgeschichte als Mann der Kabinette abgetan. Reinhart Koselleck hat ihn nicht widerlegt, sondern gefragt, in welchen Zeitbegriffen Rankes Quellen überhaupt sprechen. Die Methode bleibt strenger als der Ruf.
Werke
- Die römischen Päpste (1834)
In Auswahl außerdem: Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation, Französische Geschichte, Englische Geschichte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.