Autor:Hans Robert Jauß

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Hans Robert Jauß (1921–1997), in Göppingen geboren, hat die Literaturgeschichte als Geschichte von Erwartungen gelesen. Literaturgeschichte als Provokation setzt den Erwartungshorizont gegen die Werkreihe, die sich selbst erklärt.

Leben

Krieg, Waffen-SS, Romanistik, 1966 die Konstanzer Antrittsvorlesung, die das Fach umstellte. Der Umweg ist diese doppelte Herkunft: ein Fachgründer, dessen Jugend im Unrechtstaat später nachgetragen wurde. Jauß starb 1997 in Konstanz.

Wirkung

Jauß hat die Rezeptionsästhetik historisch gemacht. Ein Werk ändert den Horizont, der es aufnimmt; die Geschichte der Literatur ist die Geschichte dieser Änderungen, nicht die Summe der Meisterwerke. Gegen den Positivismus der Quellen setzt er die Provokation; gegen die zeitlose Interpretation setzt er die Frage, was Leser einer Zeit erwarten durften.

Gelesen wird das Buch als Gründung der Konstanzer Schule. Die Waffen-SS-Vergangenheit hat die Kanonisierung nachträglich beschädigt, ohne die These zu widerlegen. Wer Jauß nur als Skandal führt, unterschlägt den Horizont; wer nur den Horizont kennt, unterschlägt, wer ihn formuliert hat.

Werke

In Auswahl außerdem: Ästhetische Erfahrung und literarische Hermeneutik.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.