Autor:Günter Grass

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Günter Grass (1927–2015), in der Freien Stadt Danzig geboren, hat der Bundesrepublik den Roman gegeben, in dem die deutsche Schuld pfeift, trommelt und nicht vergeht. Der Nobelpreis 1999 galt der Blechtrommel; Katz und Maus daneben ist das schmalere, härtere Stück derselben Stadt.

Leben

Kaschubische Mutter, deutscher Vater, Jungvolk, dann die Waffen-SS, die er erst 2006 öffentlich machte: Der Umweg ist die späte Beichte eines Mannes, der Jahrzehnte als moralische Instanz sprach. Nach Krieg, Gefangenschaft und Bildhauerlehre in Düsseldorf und Berlin kam die Gruppe 47, dann der Weltruhm von 1959. Er starb in Lübeck, als Figur des Streits, nicht des Denkmals.

Wirkung

Grass hat die Nachkriegsprosa aus der Andacht in die Groteske gestoßen. Oskar Matzerath wächst nicht, trommelt gegen die Erwachsenen, und Danzig wird zum Bauch der deutschen Geschichte. Die Sprache – barock, derb, genau in den Gerüchen – hat Nachahmer gefunden und Feinde, denen der Ton zu fleischig war. Katz und Maus zeigt dieselbe Stadt ohne das Spektakel, am Adamsapfel eines Jungen.

Die Waffen-SS-Beichte hat den Moralisten beschädigt, das Werk nicht ungültig gemacht. Es hat kenntlich gemacht, was immer darin stand: dass Täterschaft nah ist und die Reue eine literarische Form. Verfilmung, Schule, die politischen Interventionen von der Spiegel-Affäre bis zur Wiedervereinigung: Die Wirkung ist die eines Autors, den man nicht ruhig stellen kann.

Werke

In Auswahl außerdem: Hundejahre, Im Krebsgang, Beim Häuten der Zwiebel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.