Autor:Ewald Arenz
Ewald Arenz (geb. 1965), in Nürnberg geboren, hat dem deutschen Gegenwartsroman den Hof zurückgegeben, ohne Kitsch vom Land. Alte Sorten bringt eine flüchtende Siebzehnjährige und eine Winzerin zusammen; zuvor hatte Der Duft von Schokolade Wien 1881 als sinnliche Gesellschaftsgeschichte erzählt.
Leben
Lehrer für Englisch und Geschichte am Gymnasium, nebenher Prosa, der Durchbruch 2007 mit dem Wiener Schokoladenroman, der große Verkaufserfolg 2019 mit den alten Sorten. Der Umweg ist diese doppelte Arbeit: Wer den Tag in der Schule verbringt, schreibt Abende über Weinberge und über Frauen, die das Dorf so nicht vorgesehen hat. Der Titel meint obstbaulich die Sorten, die der Markt nicht will, und meint die beiden, die bleiben, wo andere die Klinik oder den Verkauf wählen. Er lebt in Nürnberg.
Wirkung
Arenz hat Freundschaft und Heilung an die Jahresarbeit des Hofs gebunden: der Herbst ist schön und trotzdem Arbeit, die Flucht der Jungen keine Romanze, die Einsamkeit der Älteren keine Idylle. Das Taschenbuch stand über zwei Jahre auf den Verkaufslisten; Hunderttausende haben den Weinberg für tröstlich gehalten, was der Text nur halb hergibt. Der frühere Wien-Roman ist leichter, als der Titel nach Zucker schmeckt, und genauer in der k. u. k. Gesellschaft, als eine bloße Konditorgeschichte wäre.
Die Kritik nennt Wärme, wo andere Härte fordern, und unterschätzt bisweilen, wie genau Arenz Arbeit, Krankheit und Scham setzt. Wer nur das Trostbuch liest, hat die Klinik im Rücken der Siebzehnjährigen vergessen. Wer nur den Lehrer als Heimatschriftsteller abtut, hat Wien 1881 und die späteren Sommerromane nicht gesehen. Geblieben ist der Hof als Ort, an dem alte Sorten überleben, weil jemand sie noch schneidet.
Werke
- Der Duft von Schokolade (2007)
- Alte Sorten (2019)
In Auswahl außerdem: Der große Sommer, Wolfskinder.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.